Solidarität
Die ärgsten Feinde Cubas, die Gruppen terroristischer Exilcubaner wurden und werden bisher von jeder US-Regierung militärisch und logistisch unterstützt.
Doch um diese Gruppen von Attentätern geht es, wenn Cuba nach dem 11. September 2001 noch einmal mehr seine Ablehnung von Terrorismus bekräftigt und den USA seine Hilfe für die Opfer anbietet. Um genau diese Gruppen geht es, wenn Cuba diese mit getarnten Genossen unterwandert, um das Leben ihrer führenden Genossen, ihrer Bevölkerung und der Touristen zu schützen.
Um fünf dieser Genossen geht es, wenn Cuba das Jahr 2002 zum „Jahr der Helden, die Häftlinge des Imperiums sind“ ausruft. Diese Fünf trotzen seit dem September 1998 Isolationshaft unter menschenunwürdigsten Bedingungen, den Repressionsmaßnahmen gegen ihre in den USA lebenden Familienangehörigen und der Verurteilung wegen falscher und unglaubwürdiger Beschuldigungen. In diesen Gerichtsverfahren wurden sie zu 15 und 19 Jahren und drei mal lebenslänglich verurteilt. Anfang diesen Jahres schließlich wurden sie auf verschiedene Gefängnisse in den USA verbracht, wobei die zu lebenslänglich Verurteilten in halbmilitärisch geführten Hochsicherheitstrakts eingesperrt wurden.
Cuba lehnt mit Recht die vorgeschobenen Gründe für die Verurteilungen ab und fordert die Freilassung und Rückführung der Genossen nach Cuba.
Mit dem Sieg der Revolution am 1. Januar 1959 fanden die Veruntreuer der kubanischen Staatskasse, die Mörder und Folterknechte der Polizei Batistas, ihre korrupten Militärchefs, die eine unterschiedslose Bombardierung der Zivilbevölkerung angeordnet hatten, und die Mafia, die Spielkasinos und Prostitution in Kuba kontrolliert hatte, sofort Asyl auf nordamerikanischem Territorium. Mit der großzügigen Unterstützung föderaler Fonds, die von den aufeinanderfolgenden republikanischen und demokratischen Administrationen zur Verfügung gestellt wurden, haben diese Kräfte in der Stadt Miami die verbrecherische Macht wiederhergestellt, die sie in der Vergangenheit in unserem Land ausgeübt hatten.
Seit Beginn der sechziger Jahre hat die CIA alle diese Elemente in einer Vielzahl von terroristischen Organisationen integriert, organisiert und trainiert und in ihrem über 40 Jahre währenden Krieg gegen Kuba eingesetzt: die zerschlagene Söldnerinvasion in der Schweinebucht; Organisierung bewaffneter Banden in den Bergen; Übergriffe und Sabotageakte gegen Schiffe, Flugzeuge und wirtschaftliche, diplomatische und touristische Einrichtungen; absichtliche Einschleusung von Krankheiten wie das hämorrhagische Dengue-Fieber, von Pflanzenschädlingen und von Viren zur Dezimierung der Viehbestände; Verletzung unseres Luftraumes und der Hoheitsgewässer sowie die Ersinnung Hunderter Pläne zur Ermordung unserer Führer.
Gerardo Hernández, René González, Ramón Labañino, Antonio Guerrero und Fernando González sind fünf junge Kubaner, die unter Einsatz ihres Lebens gegen diese, in Miami frei agierenden terroristischen Gruppen kämpften. Die verbrecherischen Aktivitäten dieser Gruppen wurden in offiziellen Dokumenten der Regierung der Vereinigten Staaten festgestellt, fanden ihren Widerhall in der Presse dieses Landes und wurden sogar von ihren Urhebern öffentlich zugegeben.
Die fünf jungen Kubaner sind unschuldig. Dennoch wurden sie von einem Gericht – bezeichnenderweise in Miami – nicht für ihre Taten, sondern für ihre Treue zur Heimat verurteilt.
In diesem Zusammenhang möchten wir einige der Verletzungen und Unregelmäßigkeiten, die diesem ganzen Prozess anhaften, hervorheben:
Indem sie Anklage gegen diesen Tatbestand erhebt, bringt die Kommunistische Partei Kubas ihre tiefe Überzeugung zum Ausdruck, dass die von diesen fünf jungen Männern verteidigte Sache gerecht ist. Sie hofft auf die Unterstützung aller befreundeten Kräfte und aller Menschen, die einfach nur das Gesetz und die Gerechtigkeit achten, bei den Anstrengungen, die unser Volk heute unternimmt, um diesen Angeklagten die Rückkehr in ihre Heimat zu ermöglichen.
Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Kubas
Havanna, April 2002
„Jahr der Helden, die Häftlinge des Imperiums sind“
Wir möchten euch auffordern mit Briefen an die Inhaftierten diese gerechte Forderung zu unterstützen und den Gefangenen dadurch moralisch den Rücken zu stärken, die Isolation zu durchbrechen.
Weitere Informationen sind auf der homepage des Netzwerk-Cuba. e.V. unter www.netzwerk-cuba.de nachzulesen.
Solidaritätsschreiben an:
NETZWERK CUBA - Informationsbüro e. V., Kreutzigerstrasse 18, 10247 Berlin
oder per e-mail an folgende Adresse: 5heroes@icap.cu