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Weg mit dem Todesurteil gegen Mumia Abu Jamal!

Für einen neuen fairen Prozess!

Der 50-jährige sitzt seit 1982 in einer 2 mal 3 Meter großen Todeszelle, die er für zwei Stunden am Tag an Händen und Füßen gefesselt verlassen darf.

Sein Verbrechen: Offiziell wurde er wegen Polizistenmordes angeklagt und zum Tode verurteilt.

Beweise: Ein erfundenes Geständnis und ein gekaufter Zeuge.

Inoffiziell war Mumia ein Aktivist der „Black Panther“ und er setzte und setzt sich für Gerechtigkeit und gegen Rassismus ein. Als Journalist nutzte er seine Fähigkeiten um auf Missstände hinzuweisen. Seit seinem 16. Lebensjahr wurde er vom FBI observiert. Dies und auch, dass er wegen seines Engagements als Journalist gefeuert wurde hinderten ihn nicht daran weiterhin gegen Ungerechtigkeit und Rassismus zu kämpfen.

Millionen setzten sich für ihn ein und erreichten immer wieder eine Verschiebung seines Todesurteils. Im Dezember 2001 wurde das Todesurteil aufgehoben und in lebenslange Haft umgewandelt. Der Beschluss ist aber nicht rechtskräftig da ein Berufungsverfahren ansteht. Mumia ist also nach wie vor in Lebensgefahr.

Die Stadt Paris ernannte ihn am 04. Oktober letzten Jahres zum Ehrenbürger, aber das veranlasste bis jetzt noch kein Gericht der USA eine Berufung zuzulassen.

Nach Willen der Herrschenden soll Mumia nun in der Versenkung der Todeszelle verschwinden. Nach 22 Jahren im Todestrakt erhebt er immer noch seine Stimme und schreibt auf Papier, denn eine Schreibmaschine oder gar ein Computer wird ihm nicht zugestanden. Die ,junge welt‘ berichtete im Oktober letzten Jahres, dass er wegen Schwellungen an Händen und Beinen untersucht werden sollte.

Ein Gefängnisarzt des Hochsicherheitsgefängnisses SCI Greene in Waynesburg, Pennsylvania meinte nach äußerer Untersuchung, „die schmerzhaften Schwellungen und Hautveränderungen beider Füße seien auf zu straff angelegte Fußfesseln zurückzuführen.“ Ein unabhängiger Arzt ist ihm untersagt worden.

Nach wie vor ist er auf der Seite der Entrechteten und wirkt auch weiter als die „Stimme der Unterdrückten“ gegen Polizeiwillkür gegen Schwarze, Rassismus und Unterdrückung der Herrschenden. Wegen seines Buches „live from death row“ handelte er sich drei Monate „Loch“ ein. Das dürfen wir nicht zulassen. Beteiligt euch am internationalen Protest.

Fälle wie Mumia erregen nur deswegen Aufsehen weil er organisiert unterstützt wird. Bestimmt gibt es in jedem „zivilisierten“ Land einen Mumia.

Informiert euch im Internet unter www.mumia.de. Haltet Referate dazu in den Schulen, nutzt Gewerkschaftsversammlungen um über diesen Fall zu berichten.

Halten wir´s, wie Brecht schon sagte:
Wer noch lebt, sage nicht niemals!

Wer noch lebt, sage nicht niemals!

Wer noch lebt, sage nicht niemals!
Das Sichere ist nicht sicher
So, wie es ist, bleibt es nicht.
Wenn die Herrschenden gesprochen haben
Werden die Beherrschten sprechen.
Wer wagt zu sagen niemals?
An wem liegt es, wenn die Unterdrückung bleibt? An uns.
An wem liegt es, wenn sie zerbrochen wird? Ebenfalls an uns.
Wer niedergeschlagen wird, der erhebe sich!
Wer verloren ist, kämpfe!
Wer seine Lage erkannt hat, wie sollte der aufzuhalten sein?
Denn die Besiegten von heute sind die Sieger von morgen
Und aus niemals wird: heute noch

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