KAZ-Fraktion: „Ausrichtung Kommunismus”
Wir haben in der KAZ 372 begonnen, uns mit der Klimafrage zu beschäftigen. Wir haben dabei im ersten Teil die Interessen der Arbeiterklasse untersucht.
In diesem Artikel befassen wir uns mit der Verbindung der politischen Ökonomie des Kapitalismus mit der „ökologischen Frage“, eine Frage, der Marx sich in zahlreichen Schriften gewidmet hat. Sein besonderes Interesse galt hierbei dem Stoffwechsel des Menschen mit der Natur, in den der Mensch mit der Arbeit eintritt. Denn ihr entnimmt er die Stoffe zur Produktion, sei es als Arbeitsgegenstand oder als Arbeitsmittel. Diese Aneignung ist so alt wie der Mensch, jedoch etwas völlig anderes als das heutige, alles andere erdrückende Privateigentum.
Als vor etwa 6.000 Jahren (immerhin nach einer Millionen Jahre dauernden Entwicklung hin zum homo „sapiens“) erste Formen des Privateigentums (an Boden, Werkzeugen wie Töpferscheiben, Brennöfen u.Ä.) aufkamen, entstand auch die Warenproduktion. Das ist Produktion nicht mehr zum eigenen Gebrauch, zur Versorgung des Gemeinwesens, sondern Produktion für den Austausch. Für den Produzenten mit seinen eigenen Werkzeugen tritt zurück, ob er selbst sein eigenes Produkt nutzen kann, ob es für ihn Gebrauchswert hat. Für ihn wird es entscheidend, ob er sein Produkt gegen andere von ihm benötigte Produkte eintauschen, ob er sein Produkt verkaufen kann (verkaufen gegen Geld gibt es erst seit etwa 3.000 Jahren), ob es Tauschwert hat, ob es Gebrauchswert für Andere hat. Wenn aber das Produzieren für den Austausch, schließlich für den Markt sich durchgesetzt hat, dann gewinnt der Markt und seine Abläufe entscheidenden Einfluss auf die Produzenten, auf sein Handeln und Denken. Vom Markt, vom Preis, vom Käuferverhalten, von der Zahlungsfähigkeit usw. hängt dann Wohl und Wehe des Produzenten ab, dem Markt hat er sich zu unterwerfen. Das unmittelbare Band zwischen Produzieren und Konsumieren ist zerrissen. Der Markt scheint den Preis zu diktieren, der unterboten werden muss, um verkaufen zu können. Billiger muss es werden. Großer Ansporn zur Verbesserung der Produktion, aber auch schon Antrieb zu Ausplünderung von Mensch und Natur.[1] Im Kapitalismus (seit etwa 500 Jahren[2]) wurde die Warenproduktion dominierend und beherrscht alle gesellschaftlichen Bereiche. Jetzt wird auch die Arbeitskraft zur Ware. Der Arbeiter hat dafür zu sorgen, dass seine Arbeitskraft verkäuflich ist, dass er sie austauschen kann gegen Lohn. In dieser entwickelten Warenproduktion bleibt für den privaten Produzenten, nunmehr zum Kapitalisten geworden, auch weiterhin die Verkäuflichkeit seiner Ware, der Tauschwert, Ausgangspunkt seines Handelns. Welche Gebrauchswerte er schafft, ist dabei von untergeordneter Bedeutung. Wenn etwa VW do Brasil keine Autos mehr verkaufen könnte, sondern nur noch Rindfleisch von der VW-Farm, dann wird VW eben zum größten Rinderfarmbetreiber Brasiliens. Und wenn Volkswagen durch Spekulation und Börsentransaktionen mehr Einnahmen erzielt als durch Verbrennerfahrzeuge, dann ist das dem Vorstand genauso recht. Entscheidendes Motiv aber für die Produktion in der kapitalistischen Warenproduktion wird der Profit. In seinen Lohnarbeitern hat der Kapitalist die Quelle der wundersamen Profitvermehrung zur Verfügung. Denn: Die menschliche Arbeitskraft ist die einzige Ware, die mehr Wert produzieren kann als zu ihrer eigenen Herstellung notwendig ist. Durch ihre Ausbeutung auf immer größerer Stufenleiter kann der Kapitalist am Markt überleben, um endlich Herrscher über den Markt, Monopolist zu werden. Damit entfremdet das Kapital vollständig die Produktion, die lebendigen Produzenten, die Arbeiter von den Bedürfnissen der Gesellschaft. Die erscheinen nur noch als zahlungsfähige Nachfrage auf dem Markt. Und: Die Grundlage der Produktion, die Natur, wird zum scheinbar unerschöpflichen Objekt, dessen Ausplünderung das Rohmaterial nicht nur den Reichtum liefert, sondern dessen Besitz den Sieg über die Konkurrenz garantieren soll. Darin liegen die systemischen Wurzeln für Krise, Krieg und Katastrophen.
Die Verbindung zur Ökologie, der stofflichen Seite der Produktion, entdeckte Marx in den Schriften des Agronomen Justus von Liebig, der die Bodenerschöpfung der damals modernen kapitalistischen Landwirtschaft untersuchte. Vor der Einführung des Kunstdüngers konnte eine in großem Maßstab für weit entfernte Städte produzierende Landwirtschaft die zum Wachstum der Feldfrüchte notwendigen Nährstoffe aus dem Boden nicht ersetzen. Sie gelangten als Lebensmittel in die Städte und von dort aus als Kloake in die damit verseuchten Flüsse. Der Boden jedoch wurde dadurch zugleich ausgelaugt. „Aneignung ohne Äquivalent“[3], Raubbau nannte das Marx, sich auf Liebig stützend. Diese Wanderung der Nährstoffe, welche in die Pflanzen eingehen (Salze, Mineralien, organische Verbindungen) ist ein unmittelbar anschaulicher Stoffwechsel, den der Mensch mit der Natur eingeht. Stoffwechsel wurde ein zentraler Begriff dieser Analyse und auch in einem viel weiteren Sinne – also für jede Interaktion des Menschen mit der Natur und auch für vermittelte, nicht unmittelbar stoffliche Erscheinungen wie z. B. die heutige Solarenergie (die allerdings als Photosynthese von Pflanzen bereits seit ca. 3 bis 3,5 Milliarden Jahren betrieben wird).
Die britischen Landkapitalisten ab dem frühen 19. Jahrhundert, die Marx vor Augen hatte, arbeiteten in einem extrem dynamischen Markt – durch das nie dagewesene Anschwellen der Städte und die Notwendigkeit ihrer Versorgung. Kapitalistisches Agrobusiness war extrem profitabel und versprach hohe und v.a. schnelle Gewinne. Diese Landinvestoren dachten nicht an den Erhalt der Fruchtbarkeit des Bodens, den sie ihren Kindern und Kindeskindern überlassen würden. Sie mussten es nicht und sie konnten es nicht, denn bekanntlich: Die Konkurrenz schläft nicht. Billige Landarbeiter kamen als Lohnarbeiter zum Einsatz. Ihre Arbeit wurde „verflüssigt“, wie Marx es nannte. Sie wurde nicht nur „produktiver“ (also mehr produzieren in gleicher Zeit) – sondern sie und die Arbeiter wurden ersetzbar und austauschbar. Ihre Tätigkeit wurde zur abstrakten mehrwertschaffenden Arbeit. So erst wurde die Landwirtschaft zum richtigen „Geschäft“. Da lohnte es dann in großem Still nicht nur die Löhne zu drücken, sondern auch das noch zu verschlechtern, was in den Konsum der Arbeiter eingeht: Die Qualität der Lebensmittel sank dramatisch. Pfusch, Panscherei, ja sogar Zugabe giftiger aber billiger Inhaltsstoffe wurde zu einem grassierenden Phänomen dieses freien unregulierten Marktes. Ein Phänomen, das die Gesundheit von Generationen britischer Arbeiter ruinierte, und welches deshalb Marx, wie auch Engels eingehend untersuchten und dokumentierten.
Die Entfremdung von der Natur ist hier ganz handgreiflich und anschaulich. Arbeiter und Erde wurden ruiniert, als Bedingung der kapitalistischen Wertschöpfung. Die Entfremdung von der Natur, bzw. der Raubbau an ihr, und die systematische, dem Kapital inhärente Überdehnung ihrer ressourcenschaffenden Kreisläufe[4] liegt hier ganz offen zutage: In immer schnellerer Abfolge krempelten diese Landkapitalisten den Produktionsprozess um. Die gemächliche aber schonende, zur Regeneration des Bodens notwendige Fruchtfolge wurde aufgegeben, wie schon Liebig notierte. Neue, schneller wachsende und quantitativ ertragreiche und v.a. profitablere Anbausorten wurden eingeführt, etc. All dies hatte zur Folge, dass a) die Bodenerträge und Profite wuchsen und b) um den Preis der Erschöpfung, der Auslaugung und „Verwüstung“ (Liebig und Marx) des Bodens. Die Regeneration des Bodens kam zum Erliegen, der Stoffwechsel wurde überdehnt. Er drohte zu reißen.
Das Kapital kann indes seine Profitrate nur steigern, indem es den Zugriff auf die Springquellen des Reichtums, auf die Arbeiter und die Erde, immer weiter überdehnt: Ausdehnung des Arbeitstags (neben Intensivierung der Arbeit)[5] und Überdehnung der natürlichen Ressourcen, bzw. ihrer Kreisläufe. Die Akkumulation von Kapital bricht beständig die natürlichen Grenzen des Stoffwechsels (und der natürlichen, durch die Physik gesetzten, stofflichen Kreisläufe der Erde). Es kennt keine Grenzen und kann sie nicht kennen, sondern behandelt diese stets lediglich als Barrieren, als Schranken, die es zu durchbrechen gilt[6].
Kohai Saito schreibt in Natur gegen Kapital (2016: S. 247), dass die Verwüstung des Planeten durch unsere heutige Produktionsweise den Menschen zur Nachhaltigkeit zwingt (bzw. zunächst einmal zu „einer bewussten Auseinandersetzung mit dem Problem der Nachhaltigkeit“). Ansonsten müsste die Zivilisation verfallen. Und in einem jüngeren Artikel[7] sagt er:
Die Störung des universellen Stoffwechsels der Natur macht es notwendig, die gesellschaftliche Organisation der Produktionstätigkeiten bewusster zu gestalten, wie Marx im Kapital schreibt: „Aber ... – und hier zitiert Saito Marx aus dem Kapital:
„Aber (die kapitalistische Produktion) zwingt zugleich durch die Zerstörung der bloß naturwüchsig entstandnen Umstände jenes Stoffwechsels, ihn systematisch als regelndes Gesetz der gesellschaftlichen Produktion und in einer der vollen menschlichen Entwicklung adäquaten Form herzustellen.“ (MEW 23, 528).
Ein schwieriger, verschachtelter Satz. Deshalb noch einmal, aber in anderen Worten: Der heutige Stoffwechsel des Menschen mit der Natur, unsere heutige kapitalistische Art, Landwirtschaft und Industrie zu betreiben, zerstört die Natur – notwendig, gesetzmäßig. Unsere Art des Stoffwechsels – der Kapitalismus – ist zerstörerisch. Die „Umstände“ dieses Stoffwechsels sind laut Marx „bloß naturwüchsig“ entstanden; die heutige alles dominierende Herrschaft des Markts war keine planvolle, bewusste Erfindung des Menschen. Sie entstand „hinter dem Rücken“ der Beteiligten, ja sogar der sie Erzeugenden, und das lange bevor es überhaupt eine Wissenschaft der politischen Ökonomie gab.
Saito erklärt das blinde, anarchische Marktgeschehen der vereinzelten, konkurrierenden Produzenten so[8]:
Da sie die vielschichtigen Dimensionen des gesellschaftlichen und natürlichen Stoffwechsels nicht komplett berücksichtigen kann, führt die kapitalistische Produktion zur Zerstörung der Natur. Sie macht jede Möglichkeit der Koevolution von Mensch und Natur zunichte und gefährdet sogar den Fortbestand der menschlichen Zivilisation. Für das Kapital zählt nur die Akkumulation, egal, ob der Planet für Menschen und Tiere weitgehend unbewohnbar wird.
Oberster Maßstab der kapitalistischen Produktion (dieses fortwährenden Stoffwechsels) ist und kann für das Kapital nur seine eigene Akkumulation sein. Das Kapital ist gegen jede andere Bestimmung gleichgültig und blind. Es muss dies sein – bei Strafe des Untergangs; dies gilt unerbittlich für jeden einzelnen, in Konkurrenz stehenden Kapitalisten. Die heute so viel beschworene ‚Technologie-Offenheit‘ ändert hieran nicht das geringste; im Gegenteil: Gerade jene markt-wirtschaftlich erfolgreichen ‚innovativen‘ Konzerne folgen doch auch nur dem ehernen Gesetz der Akkumulation als jenem „bloß naturwüchsig entstandnen Umstand“. Sie bestätigen und zementieren es. Sie vertiefen es und beschleunigen sogar sein schädliches Wirken.
Es bedarf daher einer neuen Grundlage damit der Stoffwechsel neu und „als regelndes Gesetz der gesellschaftlichen Produktion“ hergestellt werden kann. Es bedarf einer neuen Gesetzmäßigkeit, einer neuen Logik der Produktion –mit Marx zu sprechen: des Kommunismus. Zwar können schon heute, im Kapitalismus, in einzelnen, hartnäckigen Kämpfen einzelne naturerhaltende Maßnahmen gegen das Kapital und seinen Profit politisch durchgesetzt werden (s. KAZ Nr. 372). Ein wirklicher Wandel kann sich jedoch nur auf gesamtgesellschaftlicher Grundlage durchsetzen und erst, wenn die Kapitallogik selbst beseitigt ist. Denn als „systematischer“ Prozess ist er nur auf der Ebene der ganzen Gesellschaft (nicht durch einige wenige „verantwortungsvolle“ Produzenten) denk- und machbar. In anderen Worten: Nur durch die Beseitigung des Privateigentums an Produktionsmitteln als erstem entscheidendem Schritt, kann der grundlegende Prozess der Zerstörung von Menschen und Natur beendet werden.
Kriterium und Maßstab für dieses grundlegend neue „regelnde Gesetz“ ist für Marx die menschliche Entwicklung in einer neuen revolutionär anderen Gesellschaft; er nennt es eine neue, „der vollen menschlichen Entwicklung adäquate Form“ der Produktion, des Stoffwechsels mit der Natur.
Kurz, es bedarf eines neuen „regelnden Gesetzes“, nicht länger unter dem Diktat und Zwang zur Akkumulation, sondern endlich und befreit unter der Maxime: „Volle menschliche Entwicklung“ (bzw. in einer ihr „adäquaten Form“)! Schon in seinen Frühschriften beschrieb Marx die langfristige Aussöhnung des Menschen mit der Natur als eine grundlegende Aufgabe und mit folgenden Worten:
„Der Kommunismus als positive Aufhebung des Privateigentums als menschlicher Selbstentfremdung und darum als wirkliche Aneignung des menschlichen Wesens durch und für den Menschen; darum als vollständige, bewusst und innerhalb des ganzen Reichtums der bisherigen Entwicklung gewordene Rückkehr des Menschen für sich als eines gesellschaftlichen, d. h. menschlichen Menschen. Dieser Kommunismus ist als vollendeter Naturalismus Humanismus, als vollendeter Humanismus Naturalismus, er ist die wahrhafte Auflösung des Widerstreites zwischen dem Menschen mit der Natur und mit dem Menschen, die wahre Auflösung des Streits zwischen Existenz und Wesen, zwischen Vergegenständlichung und Selbstbestätigung, zwischen Freiheit und Notwendigkeit, zwischen Individuum und Gattung. Er ist das aufgelöste Rätsel der Geschichte und weiß sich als diese Lösung.“
Und schon damals beschrieb er die Aufhebung der Konkurrenz der abgesonderten, vereinzelten Privatproduzenten durch eine „freie Assoziation“ als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe:
„Also die Gesellschaft ist die vollendete Wesenseinheit des Menschen mit der Natur, die wahre Resurrektion der Natur, der durchgeführte Naturalismus des Menschen und der durchgeführte Humanismus der Natur.“[9]
Was davon ist heute, unter Fortbestand des Kapitalismus durchsetzbar? Ein wenig. Nicht viel, aber doch etwas. Durch Kampf, durch Klassenkampf kann dem Kapital der eine oder andere Erfolg abgerungen werden. Dieser Erfolg wird und muss stets zulasten des Profits einzelner Kapitalisten gehen. Eine andere Form ist nicht denkbar. Denn das Kapital akkumuliert eben nicht nur durch Ausbeutung, sondern auch und weiterhin (und sogar immer schneller) durch Expropriation, Enteignung (also Aneignung ohne Äquivalent). Die Kosten des Raubbaus, ihre Folgekosten für kommende und zunehmend auch heutige Generationen werden in irgendeiner Form der arbeitenden Bevölkerung aufgebürdet. Jedes heute nur ansatzweise, einzeln eingeführte „regelnde Gesetz“ für eine schonendere Produktion wird diese Kosten einbeziehen müssen, dort wo und indem es die Expropriation, den Raubbau einschränkt. Solche Ausfälle oder Einschränkungen des Profits werden stets auf die volle Härte des Widerstands der Kapitalisten treffen. Sie sind möglich, durch punktuellen harten Klassenkampf, aber niemals vollständig durchsetzbar als generell gültiges „regelndes Gesetz“, solange das Kapital, die kapitalistische Produktionsweise herrscht.
Exemplarische Kämpfe können gewonnen werden. Hambi kann bleiben, der Braunkohleabbau kann eingestellt werden. Der Staat kann regelnd eingreifen. Er kann, per Gesetz, bestimmte Waren und Warenaustauschverhältnisse, bestimmte Produktions- und Stoffwechselformen dem ehernen Gesetz entziehen (zumindest in gewissem Umfang). Er kann Wassernutzung und Wasserversorgung verstaatlichen (meist: kommunalisieren[10]), somit der Konkurrenz entziehen, sowie auch der Möglichkeit zur privaten Aneignung (ohne Äquivalent, also Enteignung), zur Akkumulation und Profitschaffung. Der Staat kann Wasser unter ein gesondertes „regelndes Gesetz“, zum Beispiel zur Absicherung seiner Trinkwassergüte stellen und hat dies in vielen Fällen auch schon längst getan. Solch regelndes Gesetz kann durchaus die Spielräume zur Absicherung einer nachhaltigen Bewirtschaftung erweitern (auch wenn es sich angesichts eines globalen, kapitalistischen Gesamtsystems stets nur um Spielräume innerhalb bestimmter Grenzen[11] handeln kann). Auch andere Felder der allgemeinen Grundsicherung und Daseinsvorsorge können durchaus dem reinen, anarchischen Marktgeschehen entzogen werden, bzw. wurden es längst, in unterschiedlichem Grade: Bildung, Wohnung, Gesundheitsschutz, auch öffentlicher Nahverkehr, etc. sind Felder, in denen staatlich regelndes Gesetz auch im Kapitalismus durchgesetzt werden kann – oder aber auch wieder entzogen und zerbröselt werden kann, wie geschehen z.B. unter der Regierung Schröder[12].
Für die gesamte kapitalistische Produktion (Distribution und Konsumption), für den allgemeinen Stoffwechsel gilt das nicht.
Der grüne Slogan von der Versöhnung von Klima und Wirtschaft ist somit ein Hohn[13]. Der Zwang zur Akkumulation des Kapitals ist jenem Stoffwechsel eingeschrieben, nicht als Randbedingung, sondern als ausschließlicher Lebenszweck und als einzige Bewegungsform.[14] Dem ehernen Gesetz wird so nicht entronnen. Im Gegenteil: „Innovative“ Unternehmer werden „veraltete“ Industrien vom Markt fegen. Ein hundsgewöhnlicher kapitalistischer Vorgang. Die alten „naturwüchsig entstandenen Umstände“ jenes Stoffwechsels ändern sich um kein Haar – sie werden bestätigt und setzen sich durch, sie triumphieren. Ein grüner Unternehmer ist auch nur ein Unternehmer und grün ist er nur insoweit, als es seinem Unternehmertum nützt.
Es ist aber der Stoffwechsel selbst, welcher naturgesetzlich die beiden Springquellen gesellschaftlichen Reichtums untergräbt, nicht nur den Arbeiter, sondern auch die Erde.[15] Das bekannte Marx-Zitat ist wie gemacht für den gegenwärtigen Hype um grünes, innovatives Kapital, also um die Frage der Entwicklung von Technik und einer neuen Kombination von Produktionsprozessen durch und für das Kapital:
Die kapitalistische Produktion entwickelt daher nur die Technik und Kombination des gesellschaftlichen Produktionsprozesses, indem sie zugleich die Springquellen alles Reichtums untergräbt: die Erde und den Arbeiter.[16], [17]
Dies trifft exakt auf die von Lindner propagierte (und von CDU, Grünen und SPD übernommene) Leerformel von der „Technologieoffenheit“ zu. Lindner und das Kapital sind zutiefst daran interessiert, neue Formen der verlängerten Externalisierung (also Abwälzung der Kosten neuer Produktionsverfahren auf die Allgemeinheit) zu finden und zu erfinden. Genau das ist die „innovative“ Dynamik des modernen Kapitals: Fortbestand, Verlängerung, Vertiefung der Externalisierung, des Raubbaus mit dem einen Zweck: Akkumulation des Kapitals.
Aber betrachten wir noch kurz die linken und links-grünen Versprechen.
Der mehr auf Ökologie ausgerichtete Flügel der LINKEN verspricht, etwas vage, die „sozial-ökologische Transformation“[18]. Das System des herrschenden und wie geschmiert aus dem Ruder laufenden Stoffwechsels, sowie seine naturwüchsig entstandenen Umstände und sein über allem thronendes ungeregeltes Gesetz werden dabei nicht in Frage gestellt. Vielmehr geht es um die – eigentlich klassisch sozialdemokratische – „soziale Abfederung“ der Folgen einer ansonsten klassisch grünen „Transformation“. „Ökologischer Umbau – ja, aber nicht auf Kosten der Armen“, so der Slogan.
Es wäre zu billig nur zu bemängeln, dass allein der Fortbestand der alten Ordnung, auch ganz ohne ökologischen Umbau, stets auf „Kosten der Armen“ erfolgt, bzw. die Erzeugung derselben zur Bedingung hat (ein Millionenheer prekarisierter und unter Existenzminimum bezahlter Werktätiger oder abgehängter Arbeitsloser, nicht erst seit HartzIV[19]!). Der Raubbau an den beiden Springquellen des Reichtums ist ein dem Kapitalismus eingeschriebenes Gesetz. Ihre „Versiechung und Verwüstung“ ist die Geschäftsgrundlage dieses Stoffwechsels und seiner Umstände, wie Marx schreibt:
Wie in der städtischen Industrie wird in der modernen Agrikultur die gesteigerte Produktivkraft und größre Flüssigmachung der Arbeit erkauft durch Verwüstung und Versiechung der Arbeitskraft selbst.[20]
Soziale Ökos und auch „linke“ Politiker warnen, man dürfe die sozialen Interessen (Arbeit) nicht gegen die ökologischen Interessen (Natur, Klima) ausspielen. Ein falscher Gegensatz. Richtig ist, dass sich gerade nicht Arbeiter und Erde feindlich gegenüberstehen, sondern beide feindlich gegenüber dem Kapital. Ein neues regelndes Gesetz, das sich an der vollen menschlichen Entwicklung orientiert und das eine adäquate Form zum Erhalt des für alles Leben grundlegenden Stoffwechsels mit der Natur (und ihrer Kreisläufe) gefunden hat, ist notwendig. Die kapitalistischen Produktionsverhältnisse, das Privateigentum an Produktionsmitteln, ist schon längst das Hemmnis und die Fessel für die Entwicklung der Produktivkräfte. Heute, im Zeitalter des Imperialismus, ist die Vergesellschaftung der Produktion soweit gediehen, dass die materiellen Bedingungen für eine neue Gesellschaft längst herangereift sind. Unter den heutigen Verhältnissen, das wird uns jeden Tag vorgeführt, „...tritt eine Stufe ein, auf welcher Produktionskräfte und Verkehrsmittel hervorgerufen werden, welche unter den bestehenden Verhältnissen nur Unheil anrichten, welche keine Produktionskräfte mehr sind, sondern Destruktionskräfte.“[21] Die Entfaltung und Kreativität der Produktivkräfte, die die Menschheit dringend braucht, können nur gegen das Kapital im Klassenkampf erkämpft werden.
AG Klima
Bei dem sogenannten Jevons-Paradoxon (heute auch öfters unter Rebound-Effekt benannt) geht es um folgendes:
Jevons (ein englischer bürgerlicher Ökonom, getrieben von der Angst vor der Entwicklung der Produktivkräfte) hatte gegen Mitte des 19. Jahrhunderts herausgefunden, dass mit der innovativen und besonders effizienten Technologie der Kohle-betriebenen Dampfmaschine von James Watt, die Nachfrage nach Kohle nicht etwa sank, sondern im Gegenteil, förmlich explodierte:
„... technischer Fortschritt, der die effizientere Nutzung eines Rohstoffes erlaubt, führt letztlich zu einer erhöhten Nutzung dieses Rohstoffes, anstatt sie zu senken ...“[*]
Das mag erstaunen, aber für die kapitalistische Produktionsweise ist dies nicht wirklich erstaunlich. Denn auf den ersten Blick müsste man annehmen, dass, wenn für die gleiche Menge Energie (Leistung) eine Maschine weniger Betriebsmittel (Kohle) verbraucht (Effizienzsteigerung = Lindners „technologischer Fortschritt“), dann die Nachfrage nach Kohle für den Betrieb eigentlich sinken müsste. Das mag auf die einzelne Maschine auch zutreffen, aber gesamtwirtschaftlich erwies sich das glatte Gegenteil. Durch den technologischen Durchbruch („Erfolg“) wurden nämlich plötzlich überall Dampfmaschinen möglich, und somit auch gebaut und somit zu immer wachsenden Kohlefressern!
Der Segen wurde (im Hinblick auf Kohleeinsparung) schnurstracks zum Fluch. Der Kohleverbrauch explodierte – gerade aufgrund der gesteigerten Effizienz! Das allerdings lässt sich nicht technisch, sondern nur polit-ökonomisch erklären. Das Kapital ist nicht interessiert an Kohle oder an Dampf oder an Energie, sondern nur an einem: verwertbarem, also tauschbaren Wert, Tauschwert als solchem (vergegenständlicht als Geld, Profit).
So gesehen können wir in Bezug z. B. auf Elon Musks Autobatterien voraussagen: Es wird gerade der technologische Durchbruch, die erfolgreiche Erzielung effizienter Batterien sein, die uns, die das Klima bedrohen wird: Gerade wenn „technologie-offen“ wissenschaftlich-technische Durchbrüche im Kapitalismus erzielt werden, wird und kann das nur zur Folge haben, dass sich große Sektoren der betreffenden Industrien im Sturmschritt in diese Sphären verlagern! Für Lindner ist das direkter Erfolg: Es werden dann massenhaft jene völlig irren vierrädrigen Individualkutschen – nun mit Elektro- statt Verbrenner-Antrieb – gebaut werden. Mit allen Folgen nicht nur für Stahl-, Kautschuk- und Kabel-Produktion, sondern eben gerade auch für Batterien. Statt des alten wird dann ein ganz neues, ungeahntes Loch aufgerissen: Lithium (aus Bolivien), bzw. viele Löcher: Kobalt, Nickel, Mangan, Graphit, etc. Der längst drohende Riß im Stoffwechsel wird verlagert – von Öl auf die vorgenannten Mineralien. Er wird scheinbar und fürs Erste verzögert und zunächst in neue, noch nicht zur Neige ausgebeutete Natursphären „externalisiert“, aber damit letztlich doch nur und auf höherer Stufenleiter reproduziert.
Es wäre irreführend, das Grundwasser in Brandenburg, das bei Musks Batteriefabrik gerade in aller Munde ist, als das grundlegend naturzerstörende, kapitalistisch bedingte Problem auszumachen. Das ist nur ein Randaspekt, ein Umweltschaden aufgrund der Nichtberücksichtigung sekundärer Folgeprobleme (dem Wasserhaushalt). Im Gegenteil ist es jedoch die Sache selbst und gerade ihr (technologisches) Gelingen, die im Kapitalismus schnurstracks in die Katastrophe führt, nämlich zum Stoffwechsel-Riß an ganz neuen, ungeahnten, nur leicht verzögert aber dann umso massiver auftretenden Fronten.
Eine auf Tauschwert und Profit ausgerichtete Ökonomie kann gar nicht anders, als hier wieder ins Verderben zu führen. Nur eine – also: geplante – auf Gebrauchswert orientierende und damit vollständige Neuregulierung als „systematisch regelndes Gesetz“ (Sozialismus, Kommunismus) wird dazu in der Lage sein, und zwar als „durchgeführter Naturalismus des Menschen“ und in einer „der vollen menschlichen Entwicklung adäquaten Form“. Das Kapital aber braucht Wachstum, als Akkumulation von Tauschwert um seiner selbst willen. Die vollständige Erfüllung menschlicher Bedürfnisse heißt bei ihm „Marktsättigung“ – und ist für das Kapital nicht erstrebenswert, sondern der größte Graus.
1 Auf dem Markt „regiert“ das Wertgesetz: Der Wert (Tauschwert) einer Ware ist bestimmt durch die zu ihrer Herstellung gesellschaftlich durchschnittlich notwendige Arbeitszeit. Der Wert ist ein gesellschaftliches Verhältnis. Es bringt private Produzenten zusammen, die für den Austausch produzieren. Um zu bestimmen, in welchem Verhältnis sie ihre Produkte austauschen sollen, dazu wird ein Maß benötigt, das ihre Arbeiten vergleichbar macht. Diese Gesetzmäßigkeit, die sich die Menschen nicht ausgedacht haben, sondern die scheinbar unmittelbar und automatisch der Ware anhaftet, die sie jedoch tatsächlich selbst erzeugt haben – nicht geplant und nicht bewusst, sondern in einem geschichtlichen Prozess. Das heißt, unter historischen, natürlichen und gesellschaftlichen Umständen, die sich die Menschen nicht selbst ausgewählt, sondern die sie vorgefunden haben: „Naturwüchsige Umstände“ nennt Marx diese Entstehungsbedingungen. Deshalb auch erscheint diese Produktionsweise als nicht von Menschen gemacht und deshalb als unabänderlich, als ökonomisches Naturgesetz, wie uns die bürgerlichen Ökonomen und Apologeten des Marktes zu beteuern nicht müde werden.
2 „Der Ausgangspunkt der Entwicklung, die sowohl den Lohnarbeiter wie den Kapitalisten erzeugt, war die Knechtschaft des Arbeiters. Der Fortgang bestand in einem Formwechsei dieser Knechtung, in der Verwandlung der feudalen in kapitalistische Exploitation. Um ihren Gang zu verstehn, brauchen wir gar nicht so weit zurückzugreifen. Obgleich die ersten Anfänge kapitalistischer Produktion uns schon im 14. und 15. Jahrhundert in einigen Städten am Mittelmeer sporadisch entgegentreten, datiert die kapitalistische Ära erst vom 16. Jahrhundert.“ (K. Marx, Das Kapital Bd. 1, MEW 23, S. 743)
3 Aneignung ohne Kompensation, also Enteignung
4 Alle Naturstoffe liegen letztlich in einem Kreislauf. Pflanzen im Jahreszyklus, Tiere und Bäume zwischen wenigen Monaten und Jahrzehnten, Öl und Gas in Jahrmillionen, Kohle in Hunderten Millionen Jahren. Aber selbst so inerte, scheinbar unwandelbare Stoffe wie Minerale, Erze und sogar Elemente sind letztlich nur ein Stadium, eine Aggregatform in kosmischen, Milliarden Jahre währenden Zyklen von Sternenbildung und ihrem Kollaps. Gebildet wurden diese heutigen, schwereren Elemente beim „Sternentod“, den sog. Supernovae, bei denen sie in riesige Gaswolken ausgestoßen wurden, welche sich schließlich, vor 4,5 Milliarden Jahren zum Sonnensystem aufgesammelt haben (Akkretion) – We are all stardust. Diese Superzyklen sind für unsere Betrachtung nicht von Bedeutung. Festzuhalten bleibt jedoch eines: Das Kapital interessiert sich nur für einen einzigen Kreislauf – den der abstrakten Wertschöpfung und Mehrwertgewinnung. Sie ist ihm Treibstoff, Schmiermittel und Fahrtziel in einem.
5 „Die Verlängerung des Arbeitstages über den Punkt hinaus, wo der Arbeiter nur ein Äquivalent für den Wert seiner Arbeitskraft produziert hätte, und die Aneignung dieser Mehrarbeit durch das Kapital – das ist die Produktion des absoluten Mehrwerts. Sie bildet die allgemeine Grundlage des kapitalistischen Systems und den Ausgangspunkt der Produktion des relativen Mehrwerts. Bei dieser ist der Arbeitstag von vornherein in zwei Stücke geteilt: notwendige Arbeit und Mehrarbeit. Um die Mehrarbeit zu verlängern, wird die notwendige Arbeit verkürzt durch Methoden, vermittels deren das Äquivalent des Arbeitslohns in weniger Zeit produziert wird. Die Produktion des absoluten Mehrwerts dreht sich nur um die Länge des Arbeitstags; die Produktion des relativen Mehrwerts revolutioniert durch und durch die technischen Prozesse der Arbeit und die gesellschaftlichen Gruppierungen“ (MEW 23, S. 532)
6 Als „technologieoffene Innovation“ feiern das die Lindners unserer Zeit (s.u.) ...
7 K. Saito (2021): Auf den Schultern von Karl Marx. In: Westfälisches Dampfboot (S. 133). www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/sonst_publikationen/Auf-den-Schultern-von-Karl-Marx_Dampfboot.pdf
8 Saito (2021: 134), a.a.O.
9 K. Marx: Ökonomisch-philosophische Manuskripte, 1844
10 Dem Gebrauchsprodukt Wasser ist in den meisten Fälle eine bestimmte politische Ökonomie eingeschrieben: Wasser wird fast überall lokal erzeugt und verzehrt. Zumindest noch wird Wasser, ungleich Öl, nicht um den halben Globus geschifft, denn: Es lohnt nicht. (Manche Kapitalisten basteln jedoch bereits an solchen alptraumhaften „Lösungen“.) Allerdings, in seiner toten, im Produktionsprozess aufgehäuften, verdinglichten Form ist Wasser hingegen längst nicht nur angeeignet sondern enteignet, längst ein kolossaler Teil der globalen aber streng privaten Handelsströme – nämlich in Form von Tomaten aus Spanien, Spargel aus Peru, Soja aus Brasilien, Reis aus Asien, Kiwis aus Neuseeland oder Weizen aus den USA. Diese, auch als „virtuelles Wasser“ bezeichneten Handelsströme übertreffen inzwischen alle Trinkwasser-Versorgungsmengen, und zwar bei weitem. Kommunalisierung des Trinkwassers allein, wird es also nicht tun.
11 Grenzen, gezogen von der allgemeinen, globalen (und nationalen) Marktlogik, welche gegen etwaige Widerstände von der herrschenden Klasse durchgesetzt und abgesichert wird; dazu hat sie ja ihren Staat.
12 Im Bereich der Krankenhäuser und ihrer Privatisierung unter tätiger Mithilfe des inzwischen frisch gebackenen Gesundheitsministers Lauterbach – selbst einer der Direktoren der privaten Rhön-Klinik-Gruppe, wofür das hübsche Sümmchen von einer halben Million Euro direkt in die private Tasche des uneigennützigen Gesundheitsapostels wanderte.
13 Das folgt, allgemein gesprochen, aus dem vorher Gesagten: Jedes Stück verhinderten Raubbaus (Expropriation, Externalisierung, Appropriation ohne Äquivalent) kann zwingend nur auf Kosten des privaten Profits gehen.
14 Zwar könnte man argumentieren, dass auch das Kapital ein Interesse an der Absicherung der materiellen Bedingungen seiner Tätigkeit hätte oder haben müsste. Wenn es hart auf hart kommt, wenn tatsächlich die materiellen Grundlagen der gesamten Kapitalistenklasse bedroht sind, muss und wird ihr Staat natürlich helfend eingreifen, zumindest soweit, wie es die Fortführung der Kapitalerzeugung unmittelbar erfordert. Daraus zu folgern, der Staat hätte damit das Gesetz jenes Stoffwechsels geändert, hätte den Widerspruch zwischen gesellschaftlicher Produktion und privater Aneignung aufgehoben, wäre jedoch mehr als töricht. Denn der Staat hätte damit im Gegenteil jenes alte Stoffwechsel-System gerettet. Er hätte dessen Fortbestand gerettet und hätte jene „bloß naturwüchsig entstandenen Umstände“ der alten, anarchischen Gesetzmäßigkeit nur bestätigt, vertieft und verlängert ...
15 Dies aufzuzeigen, wäre allerdings ein eigener Artikel ...
16 www.mlwerke.de/me/me23/me23_483.htm (Das Kapital, MEW #23, Bd. I, IV. Abschn., S. 530; Dietz, 1968)
17 Es führt hier zu weit; kurz gesagt: Marx entwickelt das am Beispiel der Externalisierung realer ökologischer Folgekosten in der modernen kapitalistischen Landwirtschaft und nennt es die „Kunst, den Boden zu berauben“.
18 Ein regelrechtes buzzword bei der Rosa Luxemburg Stiftung, aber auch bei ATTAC und bei Brot für die Welt ...
19 An der Anzahl der Tafeln in diesem Land werden Green New Deal und ökologischer Umbau kaum etwas ändern, weder in die eine, noch die andere Richtung.
20 MEW #23, a.a.O.
21 MEW 3, S. 69