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Für Dialektik in Organisationsfragen

Kriegshetze: Verschweigen, die Tatsachen verdrehen, lügen

Wenn man im Interesse einer winzigen Minderheit gegen die fundamentalen Interessen der überwiegenden Mehrheit handelt, das Volk aber ruhig halten will, muss man zwangsläufig die Wirklichkeit auf den Kopf stellen.

Nichts anderes macht die Außenministerin Baerbock in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung am 13.Oktober 2022, kurz vor dem Parteitag der Grünen.

Nur ein Beispiel daraus:

Baerbock wird gefragt: „Soll die Ukraine die Krim und den gesamten Donbass zurückerobern?“ Darauf Baerbock: „Befreien ist das richtige Wort. Die Menschen in der Ostukraine sind doch nicht freiwillig unter russischer Besatzung ... Schon 2014 war die Besetzung der Krim und des Donbass völkerrechtswidrig und offensichtlich der Auftakt für den jetzigen brutalen Angriffskrieg. ...“

Befreien?

Kein Wort darüber, dass 2014 die Regierung in der Ukraine mit einem faschistischen Putsch vertrieben worden ist. Nichts dazu, dass der damalige deutsche Außenminister Steinmeier diesen Putsch auch noch legitimierte. Schweigen dazu, dass diese faschistischen Putschisten als erstes die russische Sprache verboten haben, die immerhin gut ein Drittel der Bevölkerung spricht. Schließlich war die Ukraine Jahrzehnte lang Teil der UdSSR, Ukrainer lebten in Russland, Russen in der Ukraine, gemeinsam wurde das Land aufgebaut. Nichts darüber, dass die Faschisten überall im Land die Denkmäler stürmten, die an den Kampf gegen das faschistische deutsche Reich erinnerten.

Kein Wort darüber, dass überall im Lande Antifaschisten auf die Straße gingen, Widerstand gegen diese Putschregierung aufflammte. Widerstand, der brutal unterdrückt wurde. Wie in Odessa am 2.Mai 2014, als sich Demonstranten vor den Faschisten ins Gewerkschaftshaus flüchteten, die dieses dann anzündeten. Menschen, die sich vor den Flammen in Schutz bringen wollten, wurden daran gehindert, das Gebäude zu verlassen, andere vom faschistischen Mob erschlagen. Ein Mob der zusah, wie die Menschen verbrannten und „Slava Ukraini“ brüllte, den alten Ruf der ukrainischen Faschisten, die mit den deutschen Faschisten kollaborierten. Ein Ruf, der Dank der flächendeckenden Zukleisterung der Wahrheit heute in ganz Europa gerufen wird, als wäre nichts gewesen.

Über 40 Menschen wurden damals ermordet, bis heute keiner der Mörder belangt.

Schweigen dazu, dass es barbarische Taten wie diese waren, die die Menschen im Donbass dazu brachten, mit dem Gewehr in der Hand gegen diese Kräfte zu kämpfen und eigene Republiken aufzubauen. Schlichte Lüge, dass damals russisches Militär den Donbass besetzte.

Und wen wundert es, dass unter diesen Umständen die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung auf der Krim für den Anschluss an Russland stimmte?

Auch kein Wort dazu, dass, egal wer gerade in der Ukraine an der Regierung war, im folgenden acht Jahre lang Krieg gegen diese Republiken geführt worden ist mit 14.000 Toten. Schweigen darüber, dass ganze faschistische Bataillone in das reguläre Militär aufgenommen worden sind.

Befreien?

All diese Tatsachen sind bekannt, man findet sie auch in den bürgerlichen Medien aus dieser Zeit, wenn man lange genug danach sucht. Doch sie passen nicht zur Mär von einer demokratischen Ukraine, die mit deutschen Waffen gegen einen kriegslüsternen Putin verteidigt werden muss. Also weg damit.

gr

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