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Gedicht

Mao Zedong: Der Lange Marsch

Die Rote Armee verachtet, weit marschierend, das Leid,
Tausend Berge, zehntausend Flüsse für sie nur eine Kleinigkeit,
Der fünf Gebirge Höhe ein Kräuseln winziger Wellen,
Der mächtige Wumeng ein Klumpen Erde im Vorbeigehen.

Warm – umwölkte Klippen von Goldsandwogen umspült,
Kalt – die Eisenketten der Brücke über den Dadu-Fluß.
Freudiger noch am Minshan, tausend Li nichts als Schnee,
Drei Heere, darüber hinweg – die Gesichter gelöst.

Anmerkungen zum Gedicht:

Der fünf Gebirge Höhen: die Gebirgszüge Yüätscheng, Dupang, Mengdschu, Tjitiän und Dayü in den Provinzen Kiangsi, Hunan, Guangdong und Guangxi.

Wumeng: Gebirge an der Grenze der Provinzen Yunnan und Guizhon.

Goldsandwogen: Der Yangtse, auch „Langer Fluss“ genannt, heißt an seinem Oberlauf „Goldsandfluss“. Dort bildet er die Grenze zwischen den Provinzen Sichuan und Tibet und fließt dann in die Provinz Yunnan.

Dadu-Fluß: durchfließt die Provinz Sichuan in nordsüdlicher Richtung. An seinem Mittellauf reißend und von Steilufern gesäumt, konnte er dort zu der Zeit, als der Vorsitzende Mao dieses Gedicht schrieb, nur über die Luding-Brücke überquert werden, die aus über den Fluss gespannten Ketten besteht.

Minshan: Gebirgsstock an der Grenze zwischen den Provinzen Sichuan und Gansu.

Drei Heere: Gemeint sind hier die I., II. und IV. Frontarmee der chinesischen Roten Armee.

Mao Zedong, Oktober 1935
Entnommen aus: Mao Zedong: „Gedichte“. Verlag für fremdsprachige Literatur, 1978, Beijing.

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