Am 31.Mai 2003 standen Mitarbeiter und Besucher der denkmalgeschützten Ernst-Thälmann-Gedenkstätte in Ziegenhals vor verschlossener Tür. Der neue Besitzer des Geländes des Sporthauses Ziegenhals, auf dem sich die Gedenkstätte befindet, ein Herr Gröger aus Westberlin, hatte über Nacht die Schlösser ausgetauscht.
Wie kam es dazu:
Im Jahr zuvor hatte die Treuhand Liegenschaft das Grundstück zu einem Schleuderpreis verkauft. In den Jahren zuvor hatte sie die Pächter der Gastwirtschaft Sporthaus Ziegenhals vor die Tür gesetzt, das Sporthaus Ziegenhals als Gaststätte unbrauchbar gemacht und verkommen lassen, um jetzt das lukrative Wassergrundstück zu einem lächerlichen Preis loszuschlagen.
Herr Gröger ist nicht irgendwer, sondern hoher Beamter im brandenburgischen Ministerium für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr. Er ist in der Abteilung, die u.a. für Denkmalpflege (!!) zuständig ist, die oberste Bauaufsicht (!). Folgerichtig sind die Baugenehmigungen für die Häuser, die er auf dem Grundstück errichten will, bereits erteilt.
Alle Proteste und Anfragen bei diesem Ministerium sowie bei dem brandenburgischen Ministerpräsidenten Platzeck (SPD) haben bisher ergeben: Dies sei die Privatsache des Herrn Gröger!
Näheres zur Geschichte und Bedeutung der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte kann man in dieser Zeitung auf Seite ... nachlesen, und sich davon überzeugen, dass diese Privatsache des Herrn Gröger eine öffentliche Angelegenheit der Arbeiter und Antifaschisten ist!
Was kann man tun:
Verbreitet die Nachricht von dieser Schandtat!
Adresse des Freundeskreises: Heinz Schmidt, Käthe-Kollwitz-Straße 23, 15711 Königs Wusterhausen