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„Jetzt erst recht“

Mit einer seit Jahrzehnten beispiellosen Streikwelle kämpfen die Gewerkschaften in Großbritannien schon das ganze Jahr 2022 über gegen die drohende Verarmung aufgrund der Preissteigerungen. Wie hier machen auch dort die Unternehmen Milliardenprofite, während für die Arbeiter der Lohn kaum noch zum Leben reicht.

Nun will die britische Regierung das Streikrecht einschränken – ein weiteres Mal. Sie hat bereits durchgesetzt, dass Leiharbeiter als Streikbrecher eingesetzt werden dürfen. Nun sollen in wichtigen Bereichen die Unternehmer eine Mindestanzahl an Beschäftigten festlegen dürfen, die ihrer Meinung nach notwendig sind, um die Betriebe aufrecht zu erhalten und die sich nicht am Streik beteiligen dürfen. Wer trotzdem streikt, soll gekündigt werden können. Die Gewerkschaften sind empört, die Wut der Arbeiter, ob Krankenschwestern oder Rettungssanitäter, Beschäftigte bei der Umweltbehörde, Feuerwehrleute oder Bahnarbeiter wächst. Nach dem Motto „Jetzt erst recht“ findet sich auch im Januar fast kein Tag, an dem keine Streiks angekündigt sind. Urabstimmungen für eine Fortsetzung der Arbeitskämpfe werden durchgeführt. Und für den 1. Februar hat der Dachverband der Gewerkschaften TUC zu einem landesweiten Protesttag zum Schutz des Streikrechts aufgerufen. „Das Streikrecht ist eine grundlegende britische Freiheit – aber die Regierung greift es am helllichten Tag an. ... Die Gewerkschaften werden diese Pläne auf Schritt und Tritt bekämpfen“ erklärt der TUC in einer Pressemitteilung und ruft die Bevölkerung auf, sich an den Aktionen zu beteiligen.

gr

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