So ziemlich genau vor zwölf Jahren, am 17. Januar 1991, begann eine von den USA geführte Streitmacht mit Bombardierungen gegen den Irak. George Bush (sen.) ergriff im Zuge der Erklärung der „neuen Weltordnung“ die Gelegenheit, einerseits die Golfregion wieder fester in den Griff zu bekommen und andrerseits der Welt begreiflich zu machen, dass auch nach der Einverleibung der DDR durch Westdeutschland in Washington und nirgendwo anders bestimmt wird, wer Kriege führen darf.
Heute droht eine Neuauflage des Krieges, mit dem Ziel, die Regierung zu stürzen, wobei es heisst, dass George W.Bush das zu Ende bringen möchte, was sein Vater versäumt hatte.
Schon bald sprach sich Bundeskanzler Gerhard Schröder – erstmals seit Zerschlagung des Hitlerfaschismus – für einen deutschen Sonderweg aus. Was anfänglich sowohl von der deutschen Öffentlichkeit als auch von Repräsentanten des US-Imperialismus als billiger Wahlkampftrick interpretiert worden war, sollte sich als eine relativ hartnäckige Linie[1] erweisen. Ein halbes Jahr schon wird er wegen seiner scheinbaren Friedenspolitik bald gelobt, bald getadelt. Im Zuge dieses deutschen Sonderweges kam es zur bislang schärfsten diplomatischen Auseinandersetzung in den deutsch- US-amerikanischen Beziehungen.
Sollte dies ein Grund sein, Schröder in dieser Frage Friedensfähigkeit zu unterstellen und ihn deshalb gegen den US-Imperialismus zu unterstützen? Einen Schröder, der mit seinem Aussenminister Fischer die deutsche Außenpolitik mit dem Krieg gegen Jugoslawien erst kriegsfähig gemacht und für den deutschen Imperialismus Soldaten in Jugoslawien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Afghanistan festgesetzt hat? Einen Schröder, der das öffentliche Leben für weitere und größere Kriege zusehends militarisiert und die Gesellschaft deshalb verschärft darauf ausrichtet?[2]
Oder wo liegen die Gründe dafür, dass Deutschland – im Gegensatz zu 1991 – sich in einer Beteiligung an dem Krieg so knapp wie möglich hält und „Grenzen der Bündnisverpflichtungen“ (Struck)auslotet?
Um in dieser Frage Klarheit zu schaffen, ist eine Untersuchung sowohl der deutsch-irakischen als auch der deutsch amerikanischen Beziehungen mit den entsprechenden Veränderungen der Kräfteverhältnisse erforderlich.
Bakterien und Biowaffen
Die Gefahr, dass in militärischen Auseinandersetzungen Biowaffen eingesetzt werden, wächst. Deshalb plant die UNO eine strengere Biowaffen-Konvention. Sie sieht auch eine schärfere Kontrolle der Pharma-Labors vor, denn dort befinden sich mit Bakterien und Krankheitserregern die potenziellen Grundstoffe der mörderischen Waffen. BAYER & Co. weigern sich jedoch strikt, Visiten von UN-Kontrolleuren zuzulassen - angeblich aus Furcht vor Industriespionage. In der Umwandlung anderer Produktionsgrundstoffe, den chemikalischen, zu Kriegsgerät hat BAYER eine lange Erfahrung. Sie reicht bis zum Ersten Weltkrieg zurück und dauerte bis zum Export von Chemiewaffen-fähigem Material in den Irak an.“
Die heutigen guten Beziehungen zwischen Irak und BRD begannen in den 70er-Jahren. 1972 hatte Irak die Erdölindustrie verstaatlicht. 1973/74 schossen die Erdölpreise in die Höhe und füllten die Staatskasse. Die irakische Regierung plante mit dem Geld den Aufbau neuer Industrien und die Entwicklung der dafür notwendigen Infrastruktur. Was sie dafür brauchte, hatte die westdeutsche Exportwirtschaft anzubieten. Die zweite Hälfte der 70er-Jahre war daher gekennzeichnet durch eine rasche Zunahme des Exportvolumens der BRD in den Irak, insbesondere im Bereich Maschinen- und Anlagenbau. Bis 1981 war der Irak zum „wichtigsten Kunden der deutschen Wirtschaft in der arabischen Welt“[3] geworden.
Auch für die 80er-Jahre durften die westdeutschen Exporteure auf hohe Zuwachsraten hoffen: „Die deutsche Exportwirtschaft, die seit kurzem vor einem wahren Irak-Boom steht – mit einer Verdopplung der Ausfuhren 1980 bis 1981 auf 6,6 Mrd. Mark – kann mit weiteren Großaufträgen rechnen. (...) Die ölreiche arabische Volksrepublik räumt heute der Bundesrepublik Deutschland höchste Priorität bei der Verwirklichung ihrer ehrgeizigen Industrialisierungspläne ein.“[4] 1981 hatten Bonn und Bagdad ein umfassendes Abkommen über wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit geschlossen, den „ersten Vertrag dieser Art zwischen Irak und einem westlichen Land. 1982 waren schon „mehr als 600 Firmen aus der Bundesrepublik – davon 150 mit festem Sitz in Bagdad – im Irak-Geschäft tätig. Im Straßen-, Staudamm- und Flughafenbau dominieren deutsche Unternehmen. Der deutsche Maschinenbau hält im Irak einen Exportanteil von fast 22% – ein Erfolg, von dem deutsche Wirtschaftsmanager sonst kaum zu träumen wagen.“[5] Während des irakisch-iranischen Krieges wuchs 1982 das Volumen bundesdeutscher Exporte nach Irak um eine weitere Milliarde auf 7,6 Mrd. DM an. Zu den zusätzlichen Aufträgen gehörte z.B. die Giftgasfabrik Samarra, mit deren Aufbau 1982 begonnen wurde. Doch diese geläufige Tatsache stellt nur die Spitze des Eisberges von kriegerischem deutschem Kapitalexport dar. Kein geringerer als der US-Imperialismus selbst entschlüsselt die scheinbar friedliche Handelspolitik des deutschen Imperialismus, geht diese doch im Zuge der gegenseitigen Konkurrenz gegen seine eigenen Interessen.
So dokumentiert die „Kommission zur Einschätzung der Bedrohung der Vereinigten Staaten“: „Deutschland stellt keine direkte Raketenbedrohung der USA dar. (...) Das besagt jedoch nicht, dass das Verhalten Deutschlands nicht die nationalen Sicherheitsinteressen der USA bedroht hat. Deutschlands Exportpolitik ist äußerst problematisch. Deutsche Ausrüstung, Technologie und technisches Know-how fanden ihre Anwendung in Iraks nuklearem, chemischem und biologischem Waffenprogramm genauso wie militärische Raketenprogramme vor dem Golfkrieg.“[6]
In KAZ 215 beschrieben wir, dass die USA nie die bestimmende Macht im Irak waren. Das war zuerst Großbritannien und dann, nach dem Sturz des von Großbritannien eingesetzten Königs, die Sowjetunion. Seit den 70er-Jahren schließlich unterhielt die irakische Regierung immer engere Beziehungen zu Frankreich und insbesondere zur BRD, von deren Exporten das Land zusehends abhängiger wurde. Damals noch war es dem US-Präsidenten unter hektischen Bemühungen möglich, alles, was ihn am Losschlagen hätte hindern können (irgendwelche diplomatischen Arrangements z.B., womöglich sogar solche zwischen Bagdad und Bonn) auszuschalten. Deshalb immer wieder die Betonung der US-amerikanischen Führungsrolle.
Einige Wochen, bevor der Irak Kuwait besetzt hatte, gab es bereits ein US-Strategiepapier, das die Ziele des kommenden Krieges definierte. Eindeutig war es nicht der Sturz Saddam Husseins. Dazu äußerte sich Robert Gates, Bushs damaliger stellvertretender Sicherheitsberater folgendermaßen: „Dazu wäre eine Okkupation Iraks nötig gewesen“. Soll heißen, man hatte einfach Angst vor zu hohen Verlusten oder gar vor einem Verlust des Krieges. Doch warum sollte die größte Militärmaschine der Welt, die NATO, einen Krieg gegen das 10 Millionen-Volk auf einer Fläche mit viel Wüste, kaum größer als die BRD, den Krieg verlieren? Warum also wurde mit der vollständigen Eroberung des Landes gezaudert? Gates gibt selbst die Antwort: „Und zweitens waren wir uns bewusst, dass wir damit das Bündnis sprengen würden.“[7] Da haben wir’s. Die Widersprüche innerhalb des Bündnisses zwangen die USA und Großbritannien und Frankreich zum Rückzug. So wird verständlich, warum 1991 von US-amerikanischer Seite bereits die Rede davon war, dass das Kriegsbündnis zu zerbrechen drohte (s.o.) und warum.
Die Sunday Times, Sprachrohr der britisch-nationalistischen Presse, klagte entsprechend lautstark in einem Leitartikel vom 27.1.1991: „... Nur der unverzügliche Einsatz amerikanischer Einheiten stoppte das (Saddams Expansionsbestrebungen im Nahen Osten – d. Red.), und es gereicht Europa zur Schande, dass es sich nur halbherzig dem Bündnisfall anschloss. Deutschland, Europas erwartete neue Supermacht, ist der Bösewicht in diesem Stück. Frankreichs bisheriger Beitrag ist typischerweise inadäquat, aber Deutschland trat sehr pathetisch auf. Wie weit ist das Land hier hinter sein Prestige zurückgefallen. Nur einige wenige Monate zuvor, im Abglanz der deutschen Wiedervereinigung, tönten seine Führer, sie würden zur Speerspitze eines vereinten Europa bei der Errichtung einer Neuen Weltordnung, und der Rest der Welt lauschte ihnen zu Füßen liegend. Und nun steht an diesem Wochenende Deutschland verachtet als Mauerblümchen des Krieges da, und wenn seine Führung spricht, geschieht es nicht selten, dass sich Washington, London und Tel Aviv in Abscheu abwenden.“
Nach dem Golfkrieg, nachdem also die deutschen Monopole einen Rüffel nach dem anderen einstecken mussten, wurde die Bundesregierung angehalten, ihre Exporte in den Irak doch besser zu kontrollieren.
Vergebens: „Nach dem Golfkrieg wurde jedoch ans Tageslicht gebracht, dass Deutschland dem Irak außerordentliche Hilfe bei den irakischen Massenvernichtungsprogrammen hat zukommen lassen. (...) Ganze 80 deutsche Unternehmen, wie MBB und Carl Zeiss, waren nach dem Golfkrieg als Zulieferer für irakische Massenvernichtungswaffen involviert. (...) Im Zuge des Vertrages erklärte sich Deutschland bereit, eine komplette Raketenforschung zu entwerfen, zu konstruieren und in Stand zu setzen. (...) Deutsche Unternehmen wie BP, Carl Zeiss, Degussa, Rheinmetall und Tesa erzielten Verträge zur Unterstützung der irakischen Konstruktion, die später als Saad 16 bekannt wurde. (...) Es wird angenommen, dass ohne deutsche Unterstützung Iraks Al-Huseyn Raketen niemals in der Lage gewesen wären, während des Golfkrieges Israel zu erreichen.“[8]
Sicherlich ist das eine Einschätzung des US-amerikanischen Imperialismus. Doch müssen wir auf sie zurückgreifen, da die hiesige Presse[9] (verständlicherweise) lediglich über die imperialistischen Interessen der USA berichtet und die Schweinereien des eigenen Imperialismus zunehmend deckt, so dass wir nur noch US-Politik sehen sollen. Was also bleibt uns anderes übrig, als „Feindliteratur“ zu lesen, um den Hauptfeind, den eigenen Imperialismus entlarven zu können.
Angesichts dieser Berichte würden UN-Waffenkontrolleure in Deutschland, speziell bei Bayer, allemal mehr über Massenvernichtungswaffen in „Syrien, Irak und Iran“[10] finden als in diesen Ländern selbst.Tatsächlich war es vorgesehen, dass UN-Kontrolleure die deutsche Industrie observieren. Jedoch weigerten sich die Chemie-Multis geschlossen, ihnen Zugang zu gewähren.[11] (s. Kasten S.6)
Es macht also zunächst einen enormen Unterschied, ob ein imperialistisches Land wie Deutschland den Zutritt der Kontrolleure verweigert oder ein relativ schwaches Land außerhalb des imperialistischen Lagers wie der Irak.
Kein Blut für Öl hieß die Parole der Friedensbewegung, wo doch ein Kriegsziel der USA darin bestand, den Einfluss der deutschen Monpole – die tatsächlich so fleißig an Atombomben, Chemiewaffenfabrik und Raketen im Irak arbeiten – im Mittleren Osten zurückzudrängen.
Zur Zeit des Golfkrieges im Jahre 1991 wagt der deutsche Imperialismus noch nicht offen gegen die USA aufzutreten. Doch er setzt alles in Bewegung, um aufzuholen. In der Türkei, wo er ökonomisch längst die erste Geige spielte, versuchte er, den USA nun auch auf militärischem Gebiet die Hauptrolle streitig zu machen. Davon zeugen unter anderem die „Verteidigungspolitischen Richtlinien“, die genau im Jahre 1992 von den Unionsparteien verabschiedet wurden und deren Existenz noch heute für die Außenpolitik entscheidende Relevanz besitzen. Mit diesem Papier schafft sich der deutsche Imperialismus ein Grundsatzpapier, das gleichsam ein Freibrief für ein allseitiges militärisches Losschlagen ist. Dort heißt es: „Unter den neuen sicherheitspolitischen Verhältnissen lässt sich Sicherheitspolitik weder inhaltlich noch geographisch eingrenzen. Sie muss risiko- und chancenorientiert angelegt sein...“
Und im Konkreten heißt das eben „für den ungehinderten Zugang zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt.“[12]
Auch ökonomisch hatte das neue Groß-Deutschland den Fehdehandschuh aufgenommen. Nichts hätte dies augenfälliger belegen können als die Tatsache, dass am Tag des Kriegsbeginns ein Mann deutscher Wirtschaftsminister wurde, der seine Entschlossenheit und Skrupellosigkeit bei der Eroberung der arabischen Märkte für die deutschen Konzerne hinlänglich unter Beweis gestellt hatte, Jürgen Möllemann, damals bezeichnet als der „Minenhund Genschers“ (damals Außenminister, d. Red.)[13], und bislang Vorsitzender der Deutsch-Arabischen Gesellschaft. Nicht ohne Erfolg, denn schließlich „(sind) die Araber (...) den Deutschen traditionell stärker verbunden als die anderen Nationen Europas[14], so der irakische Vizepräsident Taha Jassin Ramadan. Und dies, obwohl der deutsche Imperialismus nie Kolonien im arabischen Raum hatte. Diese „traditionelle Verbundenheit“ wird nochmal dadurch bestätigt, dass der Irak wegen Schröders Sonderweg Deutschland bei der Wahl der Handelspartner höchste Priorität einräumt[15]. Demnach sind ähnlich wie in den 80-iger Jahren vornehmlich deutsche Monopole auf der Messe in Bagdad vertreten. Entsprechend konstatiert die Financial Times Deutschland in ihrer Ausgabe vom 7. November 2002: „Betroffen von einem Krieg wäre auch der deutsche Export nach Irak.“ Im Vergleich zum US-Imperialismus liegen uns folgende Daten vor: Im Jahre 2000 exportierten die USA nur ungefähr Waren im Wert von 23 Mrd. Dollar in den mittleren Osten, verglichen mit den europäischen Exporten in diese Region mit 63, 7 Mrd. Dollar. Es kann vermutet werden, dass Möllemann die Anti-Sharon und Anti-Friedman-Kampagne gestartet hat, um im arabischen Raum für seine deutschen Auftraggeber weiterhin zu punkten.
Geld genug hat er aus seinen dubiosen Geschäften im arabischen Raum, oder genauer, aus der Provision durch umstrittene Panzerlieferungen von Thyssen an Saudi-Arabien. Von 220 Mio Mark Provision flossen immerhin 8,9 Millionen Mark oder 4,5 Millionen Euro an die Briefkastenfirma „Great Aziz“. Diese gehört Möllemanns Geschäftsfreund Rolf Wegener. Allein dieser Betrag ist für ein hetzerisch-antisemitisches Faltblatt mehr als genug. Zumindest sind solche Ergebnisse im Zuge der Ermittlungen wegen des Flugblatts mal so eben ans Tagesicht gekommen.[16] So weit zu Möllemann.
Allenthalben wird argumentiert, es gehe den USA heute bei einer drohenden Neuauflage des Irak-Krieges um Ölinteressen und um vorherrschenden Einfluss in der Golf-Region. Deshalb seien sie für einen Krieg. Das ist sicherlich ein Teil der Wahrheit. (siehe hierzu Kasten auf S. 11)
Tatsache ist aber auch, dass der deutsche Imperialismus ebenfalls bei der Neuaufteilung der Welt in diesem Sektor seinen Einfluss zunehmend ausbaut und deshalb gegen einen Krieg gegen den Irak ist.
Der deutsche Imperialismus hatte den Ersten Weltkrieg um die Weltherrschaft gegen die imperialistische Konkurrenz im Jahre 1918 verloren. Noch einmal rüstete er auf, um sowohl wieder einmal die imperialistische Konkurrenz sowie die Sowjetunion zu zerschlagen. Als äußerer Feind wurde der „Weltjude“ definiert, der als Wall-Street-Spekulant und als sowjetischer Kommunist angeblich die „deutsche Nation“ zu ersticken drohte.
Mit der Befreiung vom Faschismus durch die Anti-Hitler-Koalition 1945 lag der deutsche Imperialismus zum zweiten Mal am Boden. Das Volk forderte die Enteignung der Kriegsverbrecher, in einem Teil Deutschlands konnte das Kapital entmachtet werden.
Das Verhältnis des im Westen wieder aufsteigenden deutschen zum amerikanischen Imperialismus zeigte in dieser Epoche folgende Besonderheit:
„Wenn die amerikanischen Imperialisten bestrebt sind, den westdeutschen Imperialismus für „ihre“ (Hervorhebung im Original) Zwecke zu gebrauchen, ihn unter ihrer Kontrolle zu halten, so sind die deutschen Imperialisten bestrebt, den amerikanischen Imperialismus für „ihre“ (Hervorhebung im Original) Zwecke – zur völligen Wiedererrichtung des deutschen Imperialismus, zur völligen Wiederherstellung der deutschen Armee, zur Eroberung von Kolonien usw. zu benutzen.“[17]
In dem Maße, wie der deutsche Imperialismus selbst wieder Fuß fasst, spitzt sich dieses Verhältnis zu und wächst zur Auseinandersetzung, und wird bald offener, bald weniger offen ausgetragen, jedoch mit sich verschärfender Tendenz.
Ein Blick in die bürgerliche Presse bestätigt die marxistische Analyse aus den fünfziger Jahren: „Seit Ende der Sowjetunion werden die von den USA unterschiedlichen Interessen der europäischen Länder deutlicher. Das wird die Rolle der NATO verändern und europäische Alleingänge – nach mühsamen Abstimmungen – häufiger machen. Konfrontationen mit den USA sind umso wahrscheinlicher, je mehr die EU zu einer echten politischen Einheit wird.“[18]
Auch in den USA werden diese nach 1945 wieder auftauchenden Weltmachtansprüche beobachtet und genauestens analysiert.
„In amerikanischen Regierungskreisen ist man über den besonderen Aktivismus und die besondere Stoßrichtung der deutschen Politik weitaus besser informiert als in der Friedensbewegung oder der deutschen Linken. Brzezinski charakterisierte die Berliner Republik als ‚geostrategischen Hauptakteur‘ und als ‚umtriebige, von einer ehrgeizigen Vision beflügelte Großmacht‘, während der stellvertretende Außenminister der USA, Strobe Talbott, (...) Deutschland zum Zentrum des gegenwärtigen, die Nato ebenso wie den Balkan erschütternden geopolitischen ‚Epizentrum dieser Prozesse – Erweiterung und Expansion, Ausdehnung und Vertiefung‘ erklärte.“
„Erdbebens und, so wörtlich, zum ‚Epizentrum dieser Prozesse – Erweiterung und Expansion, Ausdehnung und Vertiefung‘ erklärte.“[19]
Die hier angekündigten Konfrontationen werden also zusehends von beiden Seiten sichtbarer und haben ihre Ursache in der Zerstörung und Einverleibung der DDR, deren Existenz im Verbund mit der Sowjetunion und dem Waschauer Pakt den deutschen Imperialismus im Zaum hielt.
Schauen wir direkt ins Herzblatt der deutschen Monopolbourgeoisie, des deutschen Finanzkapitals, wird dies deutlich: „Gleichzeitig dürften... Gewichtsverschiebungen im tripolaren System der Weltwirtschaft eine unausweichliche Folge der Öffnung Osteuropas sein. Europa gewinnt mit neuer Gestaltungskraft und Wachstumsdynamik an Statur. Es wird damit vom Juniorpartner zum echten Partner und potenten Konkurrenten der USA. Die Vereinigten Staaten müssen sich jetzt im internationalen politischen und militärischen Geflecht neu positionieren.“[20] (Hervorhebung von der Redaktion)
Das ist das Anmelden des Anspruchs auf eine eigenständige Rolle als imperialistische Weltmacht und die Ankündigung der offenen Konfrontation mit dem US-Imperialismus. So wird ebenfalls deutlich, warum Schröder im Zuge der Verkaufs des spanischen Rüstungskonzerns Santa Barbara in die USA der spanischen Regierung im Jahre 1999/2000 „Verrat an europäischen Interessen“ vorwirft.
Die taktischen, militärischen und ökonomischen Ziele des deutschen Imperialismus dürfen nicht übersehen werden, auch wenn der US-Imperialismus zurzeit militärisch stärker ist als derzeit der deutsche Imperialismus unter Schröder und Fischer. Deshalb sind auch seine Abwehrmaßnahmen gegen seine imperialistischen Konkurrenten auf dem Rücken anderer Völker so blutig und grausam, was der deutsche Imperialismus sich zur Zeit noch gar nicht trauen kann.
Er gräbt dem US-Imperialismus das Wasser ab und die treu-deutschen Charakter-Masken stellen sich mit erschreckter Unschuldsmiene hin und geben sich verwundert, dass darauf in den USA zunehmend scharf reagiert wird. Diese Komödie wird nicht mehr lange spielbar sein, wie die diplomatische Krise zwischen den beiden Staaten zeigt. Bush und Schröder telefonieren nicht miteinander und gegenseitige Anschuldigungen und Versöhnungswünsche wechseln sich bald täglich ab. Der US-Präsident gratuliert seinem Amtskollegen nicht einmal zur Wiederwahl. Ein Händedruck und ein leises Ohrgeflüster wird bald als diplomatischer Sieg gefeiert, bald als nichts sagend belächelt. Was bleibt und sich verschärft, ist der Konflikt.
Wir stellen fest, dass die deutsche Außenpolitik keine Friedenspolitik ist. Heute hat sich die Bundeswehr in Bosnien-Herzegowina, im Protektorat Kosovo und in Mazedonien und darüberhinaus in Afghanistan festgesetzt, wo Deutschland ab dem 15.2.2003 mit einem um 800 auf insgesamt 2.000 Soldaten aufgestockten Kontingent die Führung übernimmt.
All diese Länder haben eine entscheidende Brückenfunktion beim Zugriff auf die allseits heiss begehrten riesigen Öl- und Gasvorkommen des Kaukasus. Bezüglich des drohenden Krieges des Irak betreibt Deutschland eine Politik des „imperialistischen Friedens“, und das ist ein Frieden, der einen viel schlimmeren Krieg in sich trägt, als der jetzige Irak-Krieg zu sein droht.
Als übergeordnete Leitlinie für die Golf-Politik des deutschen Imperialismus finden wir entsprechend bei einem Plenum der EU zu Fragen der Stabilität und Sicherheit im Mittelmeerraum im September 1998 folgende Formulierung, die den Anspruch des deutschen Imperialismus in dieser Region definiert: „Für ihn (den deutschen Referenten, die Arbeitsgruppe) muss die Golfregion unbedingt mit in die (euro-mediterrane, die Arbeitsgruppe) Partnerschaft einbezogen werden, da sie der Schlüssel sei, insbesondere angesichts der dort vorhandenen Energiereserven.“[21]
Und dadurch, dass deutsche und US-amerikanische Diplomaten Frankreich und Russland bereisen, um sie jeweils auf die Seite ihrer Monopolbourgeoisie zu ziehen, stoppt der deutsche Imperialismus zeitweise den amerikanischen vor einem Losschlagen im Irak.
Die USA wiederum versuchen, das Bündnislager für sich zu gewinnen, indem sie die Verträge dieser Länder mit dem Irak nach dem militärischen Sturz der Regierung angeblich aufrechterhalten.
So fasst die FTD am 11.10. in dem Artikel Berliner Luftschloss am 11.10. 2002 die politische Tragweite der Bündnispolitik zusammen: „Wer kann schon vergessen, dass die Schröder-Regierung diesen Sommer glaubte, sie könne gemeinsam mit Paris eine Allianz gegen eine von den USA geführte Invasion in Irak aufbauen? Einen Augenblick lang sah es wirklich so aus, als glaubten seriöse Menschen in Berlin, die Ideologie von ‚Europa‘ würde plötzlich über nationale Interessen triumphieren. Während Berlin Luftschlösser baut, arbeiten die Russen an der Sicherung ihrer Ölinteressen und die Franzosen an einem für sie wichtigen Platz am Verhandlungstisch mit den USA.“
So wird zwischen den Imperialisten auf Kosten der Völker gefeilscht. Schröder geht es wie allen deutschen Kapitalvertretern nicht um einen Frieden im Irak, genauso wenig um einen Frieden in Jugoslawien oder in Afghanistan, es geht ihnen eben um ‚Allianzen‘, um Einflussgebiete und um Absatzmärkte. Das Taktieren deutscher Politiker trägt hierbei mal wieder eine besondere Note, die aufweist, dass der Antisemitismus in seiner außenpolitischen Funktion direkt gegen die USA selbst gerichtet ist: „Ex-Verteidigungsminister Rudolf Scharping habe Ende August erklärt, Bush wolle Saddam Hussein entmachten, um in Hinblick auf die nächsten US-Wahlen bei der ‚mächtigen jüdischen Lobby‘ Punkte zu sammeln“[22]
Der Nahe Osten war einst der heiß umkämpfte Zankapfel zwischen dem britischen, französischen und deutschen Imperialismus, als sich diese Staaten zu Beginn des 20. Jahrhunderts um die Konkursmasse des Osmanischen Reiches balgten. Die hegemoniale Nase behielten dabei die Briten vorne[1], bis nach dem Zweiten Weltkrieg die USA zur imperialistischen Hauptmacht aufstieg und sich neben dem Ölgeschäft mit umfangreichen Wirtschaftshilfen auch die Botmäßigkeit der strategisch wichtigsten arabischen OPEC-Länder (Saudi-Arabien, zeitweilig Iran und Irak) sicherte. Der langfristig größte Herausforderer der US-Hegemonie ist und wird derzeit der deutsche Imperialismus:
Saudi-Arabien
Bereits in den siebziger Jahren hatte die Schmidt-Regierung ein umfassendes Wirtschaftsabkommen mit Saudi-Arabien in den Bereichen Energieversorgung, Maschinenbau und Transportwesen abgeschlossen, die IHK berät heute die Regierung in Fragen einer „modernen“ Facharbeiterausbildung (wichtig in einem Land, das angesichts sinkender Einnahmen aus dem Ölexport die eigene Bevölkerung in anderen Wirtschaftszweigen ausbilden und beschäftigen muss). Zugleich hat sich der Ölexport des Königreichs in die USA in den vergangenen Jahren von 25% der US-Öleinfuhren auf 12,5% halbiert[2] . Die US-saudischen Beziehungen haben sich seit dem 11. September erheblich abgekühlt. So haben angesichts eines milliardenschweren Gerichtsverfahrens gegen saudische Institutionen und die königliche Familie wegen des Vorwurfs der angeblichen Terrorismusfinanzierung saudische Investoren zig Milliarden Dollar aus den USA abgezogen. Zugleich geht die Überlegung um, die Ölpreise in Euro statt in Dollar festzusetzen[3] . Die USA benötigt daher dringend einen „Ersatz“ in der Region: den Irak, der über die weltweit zweitgrößten Ölreserven verfügt und dessen Ölproduktion sich unter US-Kontrolle bereits innerhalb eines Jahrzehnts verdreifachen könnte – bei operativen Kosten von weniger als einem Dollar pro Barrel[4] .
Iran
Nach dem Sturz des Schah-Regimes und dem anschließenden „Geiseldrama“ avancierte der Iran für die USA zum mit umfassenden Sanktionen bedachten Schurkenstaat. Glück unter anderem für Deutschland, das sich wenig um derlei Embargopolitik schert und inzwischen für den Iran zum unumstrittenen Handelspartner Nummer eins geworden ist. Die USA setzen hingegen alles daran, diesen geostrategisch wichtigen Staat bei ihren Pipelines in der Kaukasusregion möglichst zu umgehen.
Irak
1981 hatten Bonn und Bagdad ein umfassendes Abkommen über wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit geschlossen, den ersten Vertrag dieser Art zwischen Irak und einem westlichen Land. 1982 waren schon mehr als 600 Firmen aus der Bundesrepublik – davon 150 mit festem Sitz in Bagdad – im Irak-Geschäft tätig. Im Straßen-, Staudamm- und Flughafenbau dominieren deutsche Unternehmen. Der deutsche Maschinenbau hält im Irak einen Exportanteil von fast 22% - ein Erfolg, von dem deutsche Wirtschaftsmanager sonst kaum zu träumen wagen. Während des irakisch-iranischen Krieges wuchs 1982 das Volumen bundesdeutscher Exporte nach Irak um eine weitere Milliarde auf 7,6 Mrd. DM an. Zu den zusätzlichen Aufträgen gehörte z.B. die Giftgasfabrik Samarra, mit deren Aufbau 1982 begonnen wurde (siehe nebenstehenden Artikel incl. Quellen).
Jordanien
Das Haschemitische Königreich galt bisher als treuer Vasall der USA im Nahen Osten. Mehr als äußerst verhaltene kritische Töne waren bislang weder in der Palästina-Frage (äußerst ungewöhnlich für einen arabischen Staat!) noch in der Vorbereitung zum letzten wie zum nächsten Irak-Krieg zu hören. Kein Wunder, steht doch das Land mit mehreren hundert Millionen US-Dollar pro Jahr nach Israel, Ägypten und Kolumbien an Platz vier der finanziellen US-Zuwendungen. Doch siehe da, auch hier bahnen sich Verschiebungen an, wie einem Artikel der Financial Times Deutschland unter dem Titel „König und Kanzler als Kriegsgegner“[5] anlässlich des Besuchs seiner Majestät, König Abdullah Bin al-Hussein, in Berlin (!) zu entnehmen ist: Wie Schröder sei der in Großbritannien und den USA ausgebildete König der Meinung, „dass ein Krieg gegen Irak, wie die USA ihn fordern, der falsche Weg ist“. Er sei der Ansicht, dass die Suche nach Problemen außerhalb des israelisch-palästinensischen Konflikts nur Chaos stifte, und „kritisierte damit in ungewöhnlich scharfer Weise die US-geführte Diskussion“...
1 Im Sykes-Picot-Abkommen von 1916 fielen Mesopotamien (ab 1921 Irak), Palästina und Jordanien an Großbritannien, Frankreich erhielt Syrien
2 Financial Times (GB), 27.7.2002
3 vgl. LALKAR Sept./Oct. 2002
4 Thomson datastream, zit. in LALKAR Sept./Oct. 2002
5 FTD, 24.10.2002
Angesichts dieser tatsachen hilft auch nicht der Kampf gegen den Imperialismus allgemein, der gerne auch als „globaler Imperialismus“ tituliert wird. Denn nur den amerikanischen zu sehen, heißt den deutschen zu stärken. Und gestärkt werden kann er auch, wenn der Krieg gegen den Irak verhindert werden würde, so wichtig auch der Kampf gegen den drohenden Krieg gegen den Irak ist. Über eins darf es indes keinen Zweifel geben. Niemand kann uns den Kampf gegen den deutschen Imperialismus abnehmen, oder was noch schlimmer ist, er kann durch nichts ersetzt werden, am wenigsten durch einen klassenübergreifenden Angriff gegen die USA und gegen Großbritannien. Und das kann ganz schnell passieren, wenn alles nur noch gegen den US-Imperialismus demonstriert und dann der deutsche Imperialismus, womöglich noch von der eigenen „Friedensbewegung“ gefeiert, als Trittbrettfahrer gegen die USA auftreten kann. Auf diese Weise würden es dem ewig betroffenen Fischer mit Schröder, solange sie noch die Regierungsgeschäfte fürs Kapital betreiben dürfen, gelingen, die demokratische Öffentlichkeit und die Arbeiterbewegung wie 1999 für weitere Kriegsabenteuer an den Rockzipfel der Bourgeoisie zu nähen.
Pledge of Resistance
German
Wir als Menschen, die in den Vereinigten Staaten leben, glauben,
dass es unsere Pflicht ist, uns den Ungerechtigkeiten zu widersetzen,
die von unserer Regierung – in unserem Namen – begangen wurden.
Nicht in unserem Namen
wirst Du endlosen Krieg führen,
darf es noch mehr Tode geben,
und weiteres Eintauschen von Blut gegen Öl.
Nicht in unserem Namen
wirst Du in Länder einfallen,
Zivilisten zerfetzen, noch mehr Kinder ermorden,
die Geschichte über die Gräber der Namenlosen hinweg schreiben lassen.
Nicht in unserem Namen
wirst Du all die Freiheiten zerfressen,
für die zu kämpfen Du versprachst.
Nicht mit unseren Händen
werden wir Dir Waffen und Kapital abliefern;
für die Vernichtung von Familien
in weiter Ferne.
Nicht mit unseren Mündern
wird uns die Angst verstummen lassen.
Nicht mit unseren Herzen
werden wir erlauben, dass ganze Völker
oder Länder zum Bösen erklärt werden.
Nicht mit unserem Willen.
Und nicht in unserem Namen.
Wir geloben Widerstand.
Wir geloben ein Bündnis mit all denen,
die angegriffen wurden,
weil sie dem Krieg widersprachen,
oder wegen ihrer Religion oder ihrer Zugehörigkeit.
Wir versprechen, gemeinsam
mit den Menschen auf der ganzen Welt
Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden zu schaffen.
Wir können eine andere Welt erreichen.
Und wir versprechen, sie möglich zu machen.
Ein rechtes Aushängeschild der Achse Wien- Berlin ist momentan Jörg Haider, hinter den sich Stoiber zufrieden-lächelnd versteckt. Haider reiste im vorigen Jahr zwei Mal in den Irak, um seine Solidarität und die der deutschen Monopole zu bekunden. Zunächst brachte er zwei krebskranke Kinder mit, um auf die Verbrechen des US-Imperialismus hinzuweisen. Im Herbst letzten Jahres reiste er noch einmal hin, um die deutsch-österreichische Position zu zementieren.
Er ist der Lockvogel, dem Faschisten vor allem auch in Deutschland auf dem Fuße folgen, während sie ihre heuchlerische Solidarität mit der irakischen Bevölkerung kundtun. Dabei folgen sie der Tradition faschistischer Demagogen mit dem Ziel, Widerstandspotenzial gegen den Krieg in ihre braune Sauce einzubinden und so die Volksgemeinschaft gegen den US-Imperialismus zu schmieden. Nicht ganz erfolglos, wenn man so manche Transparente, Losungen und Stellungnahmen zum Irak-Krieg liest. Demnach kann es dann auch passieren, dass Faschisten und Friedensdemonstranten ungestört zusammen „gegen den Krieg“ demonstrieren können – wie etwa auf einer ATTAC-Kundgebung in München vor zwei Monaten im November, auf der fröhlich pfeifend 200 Faschisten mitdemonstrieren durften und eine Kundgebungsrednerin dazu aufrief, sie doch bitte unbehelligt zu lassen.[23]
Diese Situation sollte ein weiteres Warnsignal dafür sein, wie gefährlich es ist, den deutschen Imperialismus als Hauptfeind aus dem Auge zu verlieren.
Wenn wir das irakische Volk gegen einen drohenden Krieg unterstützen wollen, dann müssen wir hier in diesem Land vor allem den eigentlichen Provokateur im Irak, den deutschen Imperialismus bekämpfen. Gehen wir auf die Straße gegen einen deutschen Frieden – so arbeiten wir Hand in Hand mit der US-amerikanischen Friedensbewegung, die den Krieg gegen den Irak verhindern will. Gemeinsam für Völkerfrieden!
Arbeitsgruppe Militarisierung
1 Taktische Abweichungen von dieser Linie haben nichts mit einem Einknicken gegen die USA zu tun, sondern sind Ausdruck eigener Optionen während oder nach einem eventuellen Krieg.
2 vgl. Artikel S. 4 f.
3 Frankfurter Rundschau (FR), 10.3.82
4 FR, 10.3.82
5 FR, 10.3.82
6 Commission to Assess the Ballistic Missile Threat to the Unites States. Appendix III: Unclassified Working papers: Kommission zur Einschätzung der Bedrohung der Vereinigten Staaten. Anhang III: öffentlich zugängliche Arbeitspapiere.
7 Financial Times Deutschland (FTD), 17.10.2002
8 ebd.
9 Siehe Artikel S. 42: „Kirch heißt bald Bauer“
10 ebd.
11 vgl. Ticker 3/00
12 „Verteidigungspolitische Richtlinien (VPR) für den Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung“, Bonn 26. November 1992.
13 Süddeutsche Zeitung, 17.1.1991.
14 FTD, 13.11.2002
15 FTD, 13.11.2002.
16 Vgl. www.tagesschau.de/aktuell/meldungen
17 Varga, Eugen: Das Wiedererstehen des deutschen und des japanischen Imperialismus, In: Grundfragen der Ökonomik und Politik des Imperialismus, Berlin 1955, S. 293.
18 Weltwirtschaft. Trendletter 1/ 98.
19 Siehe Zbigniew Brzezinki, Die einzige Weltmacht, Weinheim 1997, S. 70 sowie Strobe Talbott, Das neue Europa und die neue Nato, in: FAZ, 5. Februar 1999. Zitiert nach www. nato-Tribunal.de/kuentzel.htm
20 Osteuropa Special, herausgegeben von der volkswirtschaftlichen Abteilung der Deutschen Bank AG Frankfurt, 1990, S. 105
21 Rosenburg-Papiere Nr. 1. Beiträge der Europäischen Union zu Stabilität und Sicherheit im Mittelmeerraum. Studienkonferenz vom 23-25. September 1998 in Bonn.
22 FTD, 23.9.2002.
23 Vgl. Junge Welt, 23./24.11.2002