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Editorial

Die Fraktion „Ausrichtung Kommunismus“ innerhalb der Gruppe Kommunistische Arbeiterzeitung legt in dieser Ausgabe der Kommunistischen Arbeiterzeitung den Schwerpunkt auf die Einschätzung der gegenwärtigen politischen Lage.

Es geht dabei nicht um Spekulationen oder Talkshow-Szenarien, sondern um das Sichtbarmachen der antagonistischen Klasseninteressen.

Im Artikel „Das Wirtschaftsprogramm der Reaktion“ wird untersucht, welche Aufgaben der dt. Imperialismus gelöst haben will, wer auch immer in seinem „geschäftsführenden Ausschuss“ (=Regierung) vertreten sein wird.

Zusammengefasst lautet das Programm des dt. Imperialismus:

Kampf um Ressourcen, Füllung der Kriegskasse und Ruhe und Ordnung im Inneren!

Unsere Antwort darauf:

Demokratie verteidigen, Große Koalition angreifen und zwar von links!

So lautet auch der entsprechende Artikel, in dem wir uns historisch mit der Großen Koalition auseinandergesetzt haben:

... Die Große Koalition von 1966-69 rief Widerstand hervor und führte zu einer Bewegung nach links. Die Große Koalition von 1928-30 ebnete den Weg zu Faschismus und Krieg. Diese historischen Erfahrungen sind in Rechnung zu stellen, wenn über die Perspektiven einer Großen Koalition im Jahr 2005 gesprochen wird.

Und weiter: „Die Umarmung von Monopolbourgeoisie und Arbeiteraristokratie, wie sie in einer Großen Koalition zelebriert wird, heißt für die Arbeiter alles zu tun, sich aus dem Würgegriff der eigenen Herren zu lösen, sich politisch selbstständig auf eigener Grundlage als Klasse zu organisieren.

Dazu brauchen wir die Kommunistische Partei. An diesem Ziel werden wir weiter arbeiten und auch in unseren Reihen kämpfen.

Die AG „Stellung des Arbeiters in der Gesellschaft heute“ hat uns den Artikel „Warum sind die deutschen Arbeiter sowenig kampfbereit“ zur gemeinsamen Veröffentlichung vorgelegt.

Wir haben die gemeinsame Veröffentlichung abgelehnt. Wir sehen die Arbeiterklasse als das revolutionäre Subjekt und die Hauptursache für ihre Niederlage in der Rolle des Sozial­demokratis­mus.

Fraktion „Ausrichtung Kommunismus“

Der Artikel „Warum sind die deutschen Arbeiter so wenig kampfbereit“ wurde von der Arbeitsgruppe „Stellung des Arbeiters in der Gesellschaft heute“ der Gruppe KAZ zum Abdruck vorgelegt. Wir haben uns entschieden, diesen Artikel zu veröffentlichen, der eine brennende Frage der Arbeiterbewegung in diesem Land behandelt – was ist mit der objektiv einzig revolutionären Klasse bei uns subjektiv los?

Dass es überhaupt nicht notwendig ist, dass die Arbeiterklasse in Demut verharrt, während ungeachtet der Wählermehrheit eine Regierung zusammengeschustert wird, haben wir in unserem Artikel „Für eine Regierung links von CDU/CSU/FDP“ dargelegt.

Arbeitsgemeinschaft „Für Dialektik in Organisationsfragen“

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