KAZ-Fraktion: „Ausrichtung Kommunismus”

ZK der KP Chinas: Zur Stalinfrage (Fussnote: Quelle: Die Polemik über die Generallinie der internationalen kommunistischen Bewegung, Berlin 1971, S. 131–158.)

Zweiter Kommentar zum Offenen Brief des ZK der KPdSU
Von den Redaktionen der „Renmin Ribao” und der Zeitschrift „Hongqi”, 13.09.1963

Die Stalinfrage ist eine Frage von Weltbedeutung, die bei allen Klassen in allen Ländern der Welt Widerhall gefunden hat und bis heute immer noch viel diskutiert wird. Die verschiedenen Klassen und verschiedenen politischen Parteien und Gruppierungen, die verschiedene Klasseninteressen vertreten, sind verschiedener Meinung darüber. Vermutlich wird in diesem Jahrhundert ein endgültiges Urteil in dieser Frage unmöglich sein. Aber in der internationalen Arbeiterklasse und unter den revolutionären Völkern hat die Mehrheit doch in Wirklichkeit dieselbe Meinung, nämlich: Sie sind dagegen, Stalin völlig zu negieren, ja, sein Andenken wird ihnen immer teurer. Auch in der Sowjetunion ist das der Fall. Unsere Polemik gegen die Führer der KPdSU ist eine Auseinandersetzung mit einer Gruppe von Menschen. Wir hoffen, diese Leute zu überzeugen und damit die Revolution zu fördern. Diesem Zweck soll der vorliegende Artikel dienen.

Die Kommunistische Partei Chinas ist von Anfang an der Ansicht, dass Genosse Chruschtschow völlig falsch und hinterhältig gehandelt hat, als er mit seinem so genannten „Kampf gegen den Personenkult” Stalin in Bausch und Bogen verdammte.

Im Brief des ZK der KP Chinas vom 14. Juni wird darauf hingewiesen, dass der so genannte „Kampf gegen den Personenkult“ der in sich abgeschlossenen Lehre Lenins über die gegenseitigen Beziehungen zwischen Führer, Partei, Klasse und Masse zuwiderläuft und das Prinzip des demokratischen Zentralismus der Partei untergräbt.

Der Offene Brief des ZK der KPdSU vermeidet jede Erwiderung auf unsere prinzipiellen Argumente, brandmarkt jedoch die chinesischen Kommunisten als „Verteidiger des Personenkults und Hausierer mit fehlerhaften Ideen Stalins”.

Lenin hat im Kampf gegen die Menschewiki gesagt: „Ein prinzipielles Argument des Gegners unbeantwortet lassen und ihm nur ‚Pathos’ zuschreiben heißt nicht diskutieren, sondern schimpfen.“ (Fussnote: Lenin, „Einige Bemerkungen zur Antwort P. Maslows“, Werke, Bd. 15.) Das ZK der KPdSU verhält sich in seinem Offenen Brief genau wie die Menschewiki.

Obwohl der Offene Brief des ZK der KPdSU, statt zu diskutieren, zu Beschimpfungen Zuflucht nimmt, wollen wir im Gegenteil den Offenen Brief mit prinzipiellen Argumenten und einer großen Zahl von Tatsachen beantworten.

Die große Sowjetunion war der erste Staat der Diktatur des Proletariats. Der Hauptleiter der Partei und Regierung dieses Staats der proletarischen Diktatur war zuerst Lenin und nach dessen Tod Stalin.

Nach Lenins Tod war Stalin nicht nur der Führer der sowjetischen Partei und Regierung, sondern der anerkannte Führer der internationalen kommunistischen Bewegung.

Seit der Errichtung des durch die Oktoberrevolution geschaffenen ersten sozialistischen Staats sind bis heute nur 46 Jahre vergangen. Stalin fungierte beinahe dreißig Jahre als wichtigster Lenker dieses Staats. Sowohl in der Geschichte der Diktatur des Proletariats als auch in der der internationalen kommunistischen Bewegung hat das Wirken Stalins eine außerordentlich wichtige Rolle gespielt.

Die Kommunistische Partei Chinas vertritt seit jeher die Ansicht, dass die Frage, wie man Stalin bewerten und sich ihm gegenüber verhalten soll, nicht nur eine Frage der persönlichen Beurteilung Stalins ist, sondern, was noch wichtiger ist, eine Frage, wie man nach Lenins Tod die historischen Erfahrungen der Diktatur des Proletariats, die historischen Erfahrungen der internationalen kommunistischen Bewegung zusammenfassen soll.

Genosse Chruschtschow hat auf dem XX. Parteitag der KPdSU Stalin vollständig negiert. Er versäumte es jedoch, sich vorher mit den Bruderparteien über eine derartig prinzipielle Frage, die die gesamte internationale kommunistische Bewegung angeht, zu beraten, und versuchte später die Bruderparteien zur Anerkennung der vollendeten Tatsachen zu zwingen. Wer immer Stalin anders bewertet, als die Führung der KPdSU es tut, wird beschuldigt, nicht nur „den Personenkult verteidigt“, sondern sich auch in die inneren Angelegenheiten der KPdSU „eingemischt“ zu haben. Aber niemand kann die internationale Bedeutung der historischen Erfahrungen des ersten Staats der Diktatur des Proletariats leugnen. Ebenso kann niemand die historische Tatsache ableugnen, dass Stalin der Führer der internationalen kommunistischen Bewegung gewesen ist. Daher kann auch niemand leugnen, dass die Einschätzung Stalins eine wichtige und prinzipielle Frage der gesamten internationalen kommunistischen Bewegung ist. Mit welchem Recht verbieten die Führer der KPdSU anderen Bruderparteien, Stalin realistisch zu analysieren und einzuschätzen?

Die Kommunistische Partei Chinas ist konsequent der Auffassung, dass man Stalins Verdienste und Fehler mit der Methode des historischen Materialismus unter Berücksichtigung des historischen Sachverhalts, allseitig, objektiv und wissenschaftlich analysieren, nicht aber nach der Methode des historischen Idealismus die Geschichte nach Belieben verdrehen und revidieren und subjektiv und willkürlich Stalin zur Gänze ablehnen soll.

Die Kommunistische Partei Chinas ist seit jeher der Ansicht, dass Stalin einige Fehler begangen hat. Diese Fehler haben ihren ideologischen Ursprung, sie haben auch ihren sozialhistorischen Ursprung. Es ist notwendig, die von Stalin tatsächlich begangenen Irrtümer von einem korrekten Standpunkt aus und mit korrekten Methoden zu kritisieren, nicht aber Fehler, die ihm grundlos zugeschrieben werden. Wir sind aber seit jeher gegen eine unrichtige Kritik an Stalin, die von einem falschen Standpunkt aus durch eine falsche Methode geübt wird.

Zu Lenins Lebzeiten hat Stalin gegen das Regime des Zaren und für die Verbreitung des Marxismus gekämpft; nachdem er Mitglied des ZK der Partei der Bolschewiki mit Lenin an der Spitze geworden war, kämpfte er für die Vorbereitung der Revolution von 1917; nach der Oktoberrevolution kämpfte er für die Verteidigung der Errungenschaften der proletarischen Revolution.

Nach Lenins Tod führte Stalin die KPdSU und das Sowjetvolk entschlossen im Kampf gegen die inneren und äußeren Feinde und beschützte und festigte so den ersten sozialistischen Staat der Welt.

Stalin führte die KPdSU und das Sowjetvolk entschieden auf der Linie der sozialistischen Industrialisierung und der Kollektivierung der Landwirtschaft, wodurch große Erfolge bei der sozialistischen Umgestaltung und dem Aufbau des Sozialismus errungen wurden.

Stalin hat die KPdSU, das Sowjetvolk und die sowjetische Armee durch schwierige, großartige Kämpfe bis zum Triumph im antifaschistischen Krieg geführt.

Stalin hat im Kampf gegen den Opportunismus aller Schattierungen, gegen die Feinde des Leninismus – die Trotzkisten, Sinowjewleute, Bucharinleute und andere Agenten der Bourgeoisie – den Marxismus-Leninismus verteidigt und weiterentwickelt.

Die theoretischen Werke Stalins sind unvergängliche Dokumente des Marxismus-Leninismus, die einen unauslöschlichen Beitrag zur internationalen kommunistischen Bewegung bilden.

Im ganzen haben die KPdSU und die Sowjetregierung unter Führung von Stalin eine dem proletarischen Internationalismus entsprechende Außenpolitik verfolgt und den Völkern aller Länder, darunter auch dem chinesischen Volk, in ihrem revolutionären Kampf große Hilfe geleistet.

An der Spitze des Stroms der Geschichte leitete Stalin den Kampf und war der unversöhnliche Feind der Imperialisten und aller Reaktionäre.

Stalins Wirken war mit dem Kampf der großen KPdSU und des großen Sowjetvolks eng verbunden und ist auch vom revolutionären Kampf aller Völker untrennbar.

Das ganze Leben Stalins war das Leben eines großen Marxisten-Leninisten, eines großen proletarischen Revolutionärs.

Während sich Stalin als großer Marxist-Leninist und proletarischer Revolutionär große Verdienste um das Sowjetvolk und die internationale kommunistische Bewegung erwarb, beging er auch in der Tat einige Fehler. Unter diesen Fehlern Stalins waren solche grundsätzlicher Natur, andere wurden im Zug der praktischen Arbeit begangen; einige dieser Fehler hätten vermieden werden können, andere waren zu einer Zeit, da die Diktatur des Proletariats kein Vorbild hatte, kaum zu vermeiden.

In seiner Denkweise wich Stalin in einigen Fragen vom dialektischen Materialismus ab und verfiel in Metaphysik und Subjektivismus. Dadurch entfernte er sich manchmal von der Wirklichkeit und von den Massen. Im inner- und außerparteilichen Kampf verwechselte er zu gewissen Zeiten und in gewissen Fragen die zwei verschiedenen Arten von Widersprüchen: Widersprüche zwischen dem Feind und uns und Widersprüche im Volke sowie die verschiedenen Methoden zur Lösung dieser zwei Arten von Widersprüchen. Als er die Unterdrückung der Konterrevolution leitete, wurden viele Konterrevolutionäre, die bestraft werden mussten, in gerechter Weise bestraft, aber zur gleichen Zeit wurden auch manche unschuldige Leute zu Unrecht verurteilt. So ist man 1937 und 1938 bei der Unterdrückung der Konterrevolution zu weit gegangen. In Partei- und Staatsorganisationen befolgte Stalin nicht in vollem Maß den proletarischen demokratischen Zentralismus, oder verletzte ihn in gewissem Grad. Auch in der Behandlung der Beziehungen zwischen Bruderparteien und Bruderländern beging er manche Fehler. In der internationalen kommunistischen Bewegung gab er ebenfalls einige falsche Ratschläge. All diese Fehler haben der Sowjetunion und der internationalen kommunistischen Bewegung gewissen Schaden zugefügt.

Die Verdienste und Fehler im Leben Stalins sind objektive historische Tatsachen. Doch sind seine Verdienste im Vergleich mit seinen Fehlern größer. In der Hauptsache hatte Stalin Recht, seine Fehler sind sekundär. Jeder aufrechte Kommunist, der die Geschichte achtet, wird bei der Einschätzung der Ideen und der Tätigkeit Stalins bestimmt zuerst Stalins Hauptseite sehen. Deshalb muss man, während man die Fehler von Stalin korrekt erkennt, kritisiert und überwindet, zu gleicher Zeit die Hauptsache im Leben Stalins verteidigen, um den Marxismus-Leninismus zu verteidigen, den er verteidigt und weiterentwickelt hatte.

Es ist von Vorteil, wenn man die Fehler Stalins, die nur sekundär waren, als Lehren der Geschichte auffasst, um die Kommunisten der Sowjetunion und die aller anderen Länder zu warnen, diese Fehler zu wiederholen, beziehungsweise sie zu veranlassen, weniger Fehler zu begehen. Positive und negative historische Erfahrungen sind für alle Kommunisten von Nutzen, wenn sie auf korrekte Art und Weise gewonnen werden, den historischen Tatsachen entsprechen und in keiner Weise verdreht werden.

Lenin wies nicht nur einmal darauf hin, dass die Haltung der Marxisten zu Leuten wie August Bebel und Rosa Luxemburg, die trotz ihren Fehlern immer noch große Revolutionäre des Proletariats blieben, eine völlig andere als die der Revisionisten der II. Internationale ist. Marxisten haben Bebels und Rosa Luxemburgs Fehler niemals zu verbergen gesucht; sie müssen an ihrem Beispiel zeigen, dass sie „lernen müssen, sie zu vermeiden, dass sie den höheren Anforderungen des revolutionären Marxismus gerecht werden müssen“ (Fussnote: Lenin, „Vorwort zur Broschüre Woinows (A.W. Lunatscharskis) über das Verhältnis der Partei zu den Gewerkschaften“, Werke, Bd. 13.). Im Gegensatz dazu zeigten die Revisionisten ihre „Schadenfreude“ über die Fehler von Bebel und Luxemburg „durch Johlen und Schreien“. Lenin karikierte daher die Revisionisten mit Hilfe einer russischen Fabel: „Wohl traf’s sich, dass des Adlers Flug ihn niedriger, als Hühner fliegen, trug, doch fliegen Hühner nie auf Adlershöh’n.“ August Bebel und Rosa Luxemburg waren „große Kommunisten“ und blieben trotz ihrer Fehler stets „Adler“, während die Revisionisten wie „Hühner“ „auf dem Hinterhof der Arbeiterbewegung zwischen den Misthaufen“ scharrten. (Fussnote: Lenin, „Notizen eines Publizisten“, Werke, Bd. 33.)

Die Rolle, die August Bebel und Rosa Luxemburg in der Geschichte gespielt haben, kann keinesfalls mit der Rolle Stalins verglichen werden. Stalin war eine ganze historische Epoche hindurch ein großer Führer der Diktatur des Proletariats und der internationalen kommunistischen Bewegung, weshalb er noch sorgfältiger eingeschätzt werden muss.

Die Führer der KPdSU haben der Kommunistischen Partei Chinas vorgeworfen, dass sie Stalin „verteidigt“. Jawohl, wir wollen Stalin verteidigen. Wenn Chruschtschow die Geschichte entstellt und Stalin in Bausch und Bogen verdammt, ist es selbstverständlich unsere unumgängliche Pflicht, Stalin im Interesse der internationalen kommunistischen Bewegung zu verteidigen.

Wenn die Kommunistische Partei Chinas Stalin verteidigt, so verteidigt sie ihn seiner positiven Seiten wegen, verteidigt sie die ruhmreiche Geschichte des Kampfes des ersten Staats der Diktatur des Proletariats, der durch die Oktoberrevolution geschaffen wurde, so verteidigt sie die ruhmreiche Geschichte der Kämpfe der KPdSU und das Ansehen der internationalen kommunistischen Bewegung unter den Werktätigen der ganzen Welt, mit einem Wort, die Theorie und Praxis des Marxismus-Leninismus. Nicht nur die chinesischen Kommunisten müssen so handeln, sondern alle Kommunisten, die dem Marxismus-Leninismus treu sind, alle entschlossenen Revolutionäre und alle aufrechten Menschen haben so gehandelt oder handeln auch jetzt so.

Wir verteidigen Stalin, aber nicht seine Fehler. Einige Fehler Stalins haben die chinesischen Kommunisten schon vor langem am eigenen Leib gespürt. Die Kommunistische Partei Chinas hat in ihrer Geschichte sowohl auf der „links“-opportunistischen als auch auf der rechts-opportunistischen Linie Fehler begangen. Einige dieser Fehler ergaben sich aus internationalen Ursachen unter dem Einfluss bestimmter Irrtümer Stalins. Schon am Ende der Zwanzigerjahre, die ganzen Dreißigerjahre hindurch bis Anfang und Mitte der Vierzigerjahre haben die chinesischen Marxisten-Leninisten, vertreten durch Genossen Mao Tse tung und Genossen Liu Schao tschi, dem Einfluss mancher Fehler Stalins entgegengearbeitet, dann Schritt für Schritt die falsche Linie des „Links“- und Rechtsopportunismus überwunden und schließlich die chinesische Revolution zum Sieg geführt.

Aber gerade weil einige falsche Ansichten Stalins von gewissen chinesischen Genossen angenommen und angewandt wurden, müssen wir Chinesen die Verantwortung tragen. Deshalb hat unsere Partei im Kampf gegen den „Links“- und Rechtsopportunismus immer nur unsere eigenen Genossen, die gefehlt haben, kritisiert, aber niemals die Schuld auf Stalin geschoben. Das Ziel unserer Kritik ist, richtig und falsch zu unterscheiden, eine Lehre daraus zu ziehen und die revolutionäre Sache vorwärts zu treiben. Wir haben von den Genossen, die Fehler begangen haben, nur verlangt, ihre Fehler zu korrigieren. Wenn sie dies jedoch verabsäumten, warteten wir, bis sie sich durch ihre praktische Erfahrung allmählich ihrer Fehler bewusst wurden, vorausgesetzt, dass sie keine Geheimgruppen bildeten und keine geheimen Sabotageaktionen durchführten. Unsere Methode war die normale Praxis von Kritik und Selbstkritik innerhalb der Partei, wobei wir vom Wunsch nach Einheit ausgingen und durch Kritik und Kampf eine neue Einheit unter neuen Bedingungen erreichten; wir haben so sehr gute Resultate erzielt. Unserer Ansicht nach handelte es sich hier um Widersprüche im Volke und nicht um Widersprüche zwischen uns und dem Feind, so dass die oben geschilderte Methode angewendet werden muss.

Welche Haltung haben Genosse Chruschtschow und einige andere Führer der KPdSU seit deren XX. Parteitag Stalin gegenüber eingenommen?

Sie haben Stalins Leben und Werk nicht allseitig historisch und wissenschaftlich analysiert, sondern ihn, ohne Richtiges von Falschem zu scheiden, völlig negiert.

Sie haben Stalin nicht als Genossen, sondern als Feind behandelt.

Sie haben bei der Zusammenfassung der Erfahrungen nicht die Methode von Kritik und Selbstkritik angewandt, sondern Stalin allein für alle Fehler verantwortlich gemacht oder ihm einfach willkürlich erfundene, angebliche „Fehler“ zugeschrieben.

Sie haben keine Tatsachen angeführt und vernünftige Argumente vorgebracht, sondern Stalin in demagogischer Weise persönlich angegriffen, um die Leute ihm gegenüber feindlich zu stimmen.

Chruschtschow hat Stalin mit Namen wie „Mörder“, „Verbrecher“, „Bandit“ (Fussnote: N.S. Chruschtschow, Gespräch mit der Delegation der Kommunistischen Partei Chinas, 22. Oktober 1961.), „Hasardeur“, „Despot à la Iwan der Schreckliche“, „der größte Diktator in der Geschichte Russlands“, „Schuft“ (Fussnote: Chruschtschows Rede bei dem Empfang, den die Sowjetregierung anlässlich des Maifeiertags 1962 gab.), „Idiot“ (Fussnote: N.S. Chruschtschow, Gespräch mit der Delegation der Kommunistischen Partei Chinas, 22. Oktober 1961.) usw. belegt. Da wir nicht umhin können, diese unflätigen und gemeinen Schimpfworte anzuführen, befürchten wir, dass damit Papier und Feder besudelt werden.

Chruschtschow hat Stalin den „größten Diktator in der Geschichte Russlands“ genannt. Bedeutet das nicht, dass das Sowjetvolk dreißig lange Jahre nicht unter einem sozialistischen System, sondern unter der „Tyrannei“ des „größten Diktators in der Geschichte Russlands“ gelebt hat? Das große Sowjetvolk und die revolutionären Völker der ganzen Welt können sich mit einer derartigen Verleumdung auf keinen Fall einverstanden erklären!

Chruschtschow hat Stalin einen „Despoten à la Iwan der Schreckliche“ genannt. Bedeutet das nicht, dass die Erfahrungen, die die große KPdSU und das Sowjetvolk während dreier Jahrzehnte den Völkern der Welt vermittelten, nicht Erfahrungen der Diktatur des Proletariats, sondern Erfahrungen unter der Herrschaft eines feudalistischen „Despoten“ waren? Das große Sowjetvolk, die Kommunisten der Sowjetunion und die Marxisten- Leninisten der ganzen Welt können sich mit einer derartigen Verleumdung auf keinen Fall einverstanden erklären!

Chruschtschow hat Stalin einen „Banditen“ genannt. Bedeutet das nicht, dass der erste sozialistische Staat der Welt lange Zeit hindurch von einem „Banditen“ gelenkt wurde? Das große Sowjetvolk und die revolutionären Völker der ganzen Welt können sich mit einer derartigen Verleumdung auf keinen Fall einverstanden erklären!

Chruschtschow hat Stalin einen „Schuft“ genannt. Bedeutet das nicht, dass die KPdSU, die mehrere Jahrzehnte lang heroisch revolutionäre Kämpfe führte, eine von einem „Schuft“ geführte Partei ist? Die Kommunisten der Sowjetunion und die Marxisten-Leninisten der ganzen Welt können sich mit einer derartigen Verleumdung auf keinen Fall einverstanden erklären!

Chruschtschow hat Stalin einen „Idioten“ genannt. Bedeutet das nicht, dass die große Sowjetarmee, die den Sieg im antifaschistischen Krieg errang, unter dem Oberbefehl eines „Idioten“ stand? Die ruhmreichen Kommandeure und Kämpfer der Sowjetarmee und alle antifaschistischen Kämpfer der Welt können sich mit einer derartigen Verleumdung auf keinen Fall einverstanden erklären!

Chruschtschow hat Stalin einen „Mörder“ genannt. Heißt das nicht, dass die internationale kommunistische Bewegung jahrzehntelang einen „Mörder“ als ihren Lehrer angesehen hat? Die Kommunisten der ganzen Welt, einschließlich der Kommunisten in der Sowjetunion, können sich mit einer derartigen Verleumdung auf keinen Fall einverstanden erklären!

Chruschtschow hat Stalin einen „Hasardeur“ genannt. Bedeutet das nicht, dass die revolutionären Völker aller Länder im Kampf gegen den Imperialismus und die Reaktionäre einen „Hasardeur“ als ihren Bannerträger angesehen haben? Die revolutionären Völker der Welt, darunter auch das Sowjetvolk, können sich mit einer derartigen Verleumdung auf keinen Fall einverstanden erklären!

Wenn Chruschtschow Stalin in solcher Weise beschimpft, so ist das eine ungeheuerliche Beleidigung für das große Sowjetvolk, für die KPdSU, für die Sowjetarmee, für die proletarische Diktatur und das sozialistische System, für die internationale kommunistische Bewegung, für die revolutionären Völker der Welt und für den Marxismus-Leninismus.

Wenn Chruschtschow, der zur Zeit, als Stalin die Führung innehatte, auch an der Leitung von Partei und Staat beteiligt war, jetzt aus Ärger die Fäuste ballt und auf den Tisch haut, wenn er mit großem Stimmaufwand gegen Stalin wettert, wo stellt er sich damit schließlich selber hin? In die Stellung des Komplizen eines „Mörders“ und „Banditen“? Oder in die eines „Schufts“ und „Idioten“?

Was für ein Unterschied besteht denn zwischen dem Geschimpfe Chruschtschows gegen Stalin und dem Geschimpfe der Imperialisten, der Reaktionäre in allen Ländern und der Verräter am Kommunismus gegen ihn? Warum verfolgt Chruschtschow Stalin mit solch wütendem Hass? Warum greift er ihn noch viel grimmiger an als den Feind?

Chruschtschows tollwütige Angriffe auf Stalin sind in Wirklichkeit gegen das Sowjetsystem und den Sowjetstaat gerichtet. Die Schimpfwörter, die Chruschtschow hier anwendet, stehen der Sprache von Renegaten wie Kautsky, Trotzki, Tito und Djilas nicht nach, ja, übertreffen sie sogar.

Man sollte wahrhaftig Chruschtschow die gleiche Frage stellen, die im Offenen Brief des ZK der KPdSU enthalten ist: „Wie ist es nur möglich, solches über die Partei des großen Lenin zu sagen, über das Geburtsland des Sozialismus, über das Volk, das als erstes in der Welt die sozialistische Revolution vollzogen, seine großen Errungenschaften in erbitterten Gefechten mit dem internationalen Imperialismus und der inneren Konterrevolution verteidigt hat, das Wunder an Heldenmut und Selbstlosigkeit im Kampf für den Aufbau des Kommunismus vollbringt und dabei gleichzeitig seine internationale Pflicht vor den Werktätigen der ganzen Welt ehrlich erfüllt!“

In seinem Artikel „Über die politische Bedeutung des Geschimpfes“ sagte Lenin: „Das Geschimpfe verhüllt in der Politik nicht selten die völlige Prinzipienlosigkeit und Hilflosigkeit, die Ohnmacht, die wütende Ohnmacht der Schimpfenden.“ Trifft das nicht auch auf die Führer der KPdSU zu, die sich jederzeit vom Gespenst Stalins verfolgt fühlen und durch ihr Geschimpfe gegen Stalin ihre Prinzipienlosigkeit, Hilflosigkeit und wütende Ohnmacht zu verbergen suchen?

Die überwiegende Mehrheit der Sowjetmenschen ist mit derartigem Geschimpfe gegen Stalin nicht einverstanden. Das Andenken Stalins wird immer mehr in Ehren gehalten. Die Führer der KPdSU haben sich von den Volksmassen in bedenklicher Weise isoliert. Jede Stunde, jede Minute fühlen sie, dass das Gespenst Stalins immer noch nicht gebannt ist und sie bedroht, nämlich die große Unzufriedenheit breiter Volksmassen mit der völligen Verneinung Stalins. Chruschtschow hat bis jetzt nicht den Mut aufgebracht, dem Sowjetvolk und den Völkern des ganzen sozialistischen Lagers seinen auf dem XX. Parteitag der KPdSU gehaltenen Geheimbericht vorzulegen, in dem er Stalin völlig negierte. Der Grund dafür ist, dass dieser Bericht das Tageslicht scheut und die Volksmassen zu sehr abstoßen würde.

Es ist besonders bemerkenswert, dass die Führer der KPdSU, während sie Stalin auf alle mögliche Weise beschimpfen, zu Eisenhower, Kennedy und ihresgleichen mit „Achtung und Vertrauen“ (Fussnote: Chruschtschows Antwortschreiben an J.F. Kennedy vom 28. Oktober 1962.) aufsehen! Stalin wird als „Despot à la Iwan der Schreckliche“ und „größter Diktator in der Geschichte Russlands“ verunglimpft, aber Eisenhower und Kennedy wird das Kompliment gemacht, dass sie „die Unterstützung der überwiegenden Mehrheit des amerikanischen Volks genießen“. (Fussnote: N. S. Chruschtschow, Antworten auf Fragen der Chefredakteure der „Prawda” und der „lswestija”, veröffentlicht in „Prawda” vom 15. Juni 1963.) Stalin wird als „Idiot“ beschimpft, aber Eisenhower und Kennedy werden als „vernünftig“ gepriesen! Dass einerseits ein hervorragender Marxist-Leninist, ein großer proletarischer Revolutionär und Führer der internationalen kommunistischen Bewegung in Wort und Schrift angegriffen wird, während andererseits die Häuptlinge des Imperialismus in den Himmel gehoben werden – ist die Verbindung solcher Phänomene etwa reiner Zufall und nicht vielmehr die logische Folge der Abkehr vom Marxismus-Leninismus?

Wenn Chruschtschow kein zu kurzes Gedächtnis hat, sollte er sich erinnern, dass er selbst im Januar 1937 auf einer Massenkundgebung in Moskau mit vollem Recht alle diejenigen, die Stalin angriffen, folgendermaßen verurteilte: „Der Angriff dieser Leute gegen Genossen Stalin ist ein Angriff gegen uns alle, gegen die Arbeiterklasse und gegen die Werktätigen! Ihre Angriffe gegen Genossen Stalin bedeuten einen Angriff gegen die Lehren von Marx, Engels und Lenin!“ (Fussnote: N. S. Chruschtschow, „Stalin und die große Freundschaft der Völker der Sowjetunion ...” „Prawda“ vom 21. Dezember 1939.) Chruschtschow in Person pries Stalin wiederholt als „engen Freund und Kampfgefährten des großen Lenin“, „das größte Genie, den größten Lehrer und Führer der Menschheit“ (Fussnote: N. S. Chruschtschow, Rede auf dem XVIII. Parteitag der KPdSU(B), „Prawda“ vom 15. März 1939.), als einen „hervorragenden, immer siegreichen Marschall“ (Fussnote: Brief von N. S. Chruschtschow und anderen an alle Offiziere und Soldaten der Roten Armee, „Prawda“ vom 13. Mai 1945.), den „wahren Freund des Volks“ (Fussnote: N. S. Chruschtschow, „Stalin und die große Freundschaft der Völker der Sowjetunion”, „Prawda” vom 21. Dezember 1939.) und als seinen „eigenen Vater” (Fussnote: N. S. Chruschtschow, „Die Stalinsche Freundschaft der Völker – Garantie für die Unbesiegbarkeit unser Vaterlandes“, „Prawda“ vom 21. Dezember 1949.).

Wenn man die Worte Chruschtschows, die er zu Stalins Lebzeiten sprach, mit denen nach dem Tod Stalins vergleicht, sieht man, dass er bei der Einschätzung Stalins eine Wendung um 180 Grad vollzogen hat.

Wenn Chruschtschow kein zu kurzes Gedächtnis hat, sollte er sich selbstverständlich daran erinnern, dass gerade er während Stalins Führerschaft die damalige Politik der Unterdrückung von Konterrevolutionären mit größtem Eifer unterstützte und durchführte.

Am 6. Juni 1937 erklärte Chruschtschow auf der V. Moskauer Gebietsparteikonferenz: „Unsere Partei wird umbarmherzig die Verräterbande zerschlagen und den ganzen Abschaum der rechtsstehenden Trotzki-Clique von der Erde hinwegfegen … Die Garantie dafür ist die entschlossene Leitung des ZK unserer Partei und unseres Führers, Genossen Stalin … Wir werden die Feinde völlig vernichten, bis auf den letzten Mann, und ihre Asche in den Wind streuen.“

Am 8. Juni 1938 sagte Chruschtschow auf der IV. Kiewer Gebietsparteikonferenz: „Die Jakirs, Balitzkis, Lyubtschenkos, Zatonskis und anderer Auswurf wollen die polnischen Grundbesitzer in die Ukraine hereinlassen und die deutschen Faschisten, Junker und Kapitalisten hier einmarschieren lassen … Wir haben eine große Zahl von Feinden vernichtet, aber noch nicht alle. Wir müssen deshalb unsere Augen offen halten. Wir müssen die Worte des Genossen Stalin fest im Gedächtnis behalten: Solange wir vom Kapitalismus eingekreist sind, wird der Feind Spione und Saboteure in unser Land einzuschmuggeln versuchen.“

Warum leugnet Chruschtschow, der zu Stalins Zeiten an der Leitung von Partei und Staat beteiligt war und mit großem Eifer die damalige Politik der Unterdrückung von Konterrevolutionären unterstützte und entschlossen durchführte, alles ab, was damals geschah, warum schiebt er Stalin allein die Schuld für alle Fehler zu und sucht sich selbst völlig reinzuwaschen?

Wenn Stalin einen Fehler beging, so war er imstande, Selbstkritik zu üben. So, zum Beispiel, hatte er in der chinesischen Revolution einige falsche Ratschläge gegeben. Nachdem die chinesische Revolution gesiegt hatte, gab er seinen Fehler zu. Auch gewisse Fehler bei der Parteisäuberung gab Stalin in seinem Bericht auf dem XVIII. Parteitag der KPdSU (B) im Jahr 1939 zu. Chruschtschow jedoch? Er weiß überhaupt nicht, was Selbstkritik ist, er versteht nur, alle Fehler anderen in die Schuhe zu schieben und alle Verdienste auf das eigene Konto zu buchen.

Es ist kein Wunder, dass heute, wo die Wogen des modernen Revisionismus hochschlagen, Chruschtschow solch abscheuliche Taten begeht. Wie Lenin 1915 sagte, als er die Revisionisten der II. Internationale für ihren Verrat am Marxismus-Leninismus verurteilte: „In unserer Zeit der vergessenen Worte, der verlorenen Prinzipien, der umgestoßenen Weltanschauungen, der beiseite geworfenen Resolutionen und feierlichen Versprechungen darf man sich darüber nicht weiter wundern.“ (Fussnote: Lenin, „Vorwort zu N. Bucharins Broschüre ,Weltwirtschaft und Imperialismus’“, Werke. Bd. 22.)

Die Ereignisse seit dem XX. Parteitag der KPdSU zeigen deutlich, welch ernste Folgen die völlige Verneinung Stalins von Seiten der Führung der KPdSU nach sich gezogen hat.

Die völlige Verneinung Stalins hat die Imperialisten und Reaktionäre aller Länder mit langerwünschter antisowjetischer und antikommunistischer Munition versorgt. Gleich nach dem XX. Parteitag der KPdSU benutzten die Imperialisten den Geheimbericht Chruschtschows gegen Stalin, um in der ganzen Welt eine groß angelegte Hetzewelle gegen die Sowjetunion und den Kommunismus hervorzurufen. Die Imperialisten, die Reaktionäre aller Länder, die Tito-Clique und die Opportunisten aller Schattierungen benutzten diese Gelegenheit, um die Sowjetunion, das sozialistische Lager und die kommunistischen Parteien aller Länder anzugreifen. Dadurch gerieten viele Bruderparteien und Bruderstaaten in eine äußerst schwierige Lage.

Die wütende Hetzkampagne der Führung der KPdSU gegen Stalin ermöglichte es den Trotzkisten, die politisch bereits völlig tot waren, zu neuem Leben zu erwachen und großen Lärm um die „Rehabilitierung“ Trotzkis zu schlagen. Im November 1961, als der XXII. Parteitag der KPdSU zu Ende ging, schrieb das internationale Sekretariat der so genannten IV. Internationale in einem „Brief an den XXII. Parteitag der KPdSU und dessen neues ZK“, Trotzki hätte bereits im Jahr 1937 festgestellt, in Zukunft würde „den Opfern Stalins ein Denkmal errichtet werden“, und „heute hat sich diese Prophezeiung erfüllt. Auf Eurem Parteitag hat der 1. Sekretär Eurer Partei die Errichtung dieses Denkmals versprochen“. In diesem Brief wurde ausdrücklich verlangt, den Namen Trotzkis „in goldenen Lettern auf dem Denkmal für die Opfer Stalins einzumeißeln“. Die Trotzkisten verbargen keineswegs ihre Freude, denn ihrer Ansicht nach hatte die von der Führung der KPdSU gestartete Kampagne gegen Stalin „dem Trotzkismus die Tür geöffnet“ und würde „den Fortschritt des Trotzkismus und seiner Organisation, der IV. Internationale, aufs äußerste begünstigen“.

Die Motive der Führung der KPdSU bei ihrer gänzlichen Verneinung Stalins sind solche, die das Tageslicht scheuen.

Stalin starb 1953. Drei Jahre später griff ihn die Führung der KPdSU auf dem XX. Parteitag aufs heftigste an und wiederholte diesen Angriff acht Jahre nach Stalins Tod auf dem XXII. Parteitag, entfernte seine sterblichen Überreste aus dem Mausoleum und verbrannte sie. Die wiederholten scharfen Attacken der Führung der KPdSU gegen Stalin zielten darauf ab, den unauslöschbaren Einfluss dieses großen proletarischen Revolutionärs unter dem Sowjetvolk und den Völkern der ganzen Welt zu beseitigen, den Marxismus-Leninismus, den Stalin verteidigt und weiterentwickelt hatte, zu verneinen und damit der revisionistischen Linie auf allen Gebieten den Weg zu bahnen. Die revisionistische Linie der Führung der KPdSU begann gerade mit dem XX. Parteitag und entwickelte sich auf dem XXII. Parteitag zu einem ganzen System. Die Tatsachen zeigen immer deutlicher, dass die Revision der Lehren des Marxismus-Leninismus über den Imperialismus, über Krieg und Frieden, über die proletarische Revolution und die Diktatur des Proletariats, über die Revolution in den Kolonien und Halbkolonien, über die Partei des Proletariats usw. durch die Führung der KPdSU untrennbar mit ihrer Verleugnung Stalins verbunden ist.

Die Führung der KPdSU negiert Stalin unter dem Deckmantel des so genannten „Kampfes gegen den Personenkult“.

Mit ihrem so genannten „Kampf gegen den Personenkult“ beabsichtigt die Führung der KPdSU durchaus nicht die Wiederherstellung dessen, was sie als „die leninistischen Normen des Parteilebens und Führungsprinzipien“ bezeichnet. Ganz im Gegenteil, sie verletzt die Lehre Lenins über die gegenseitigen Beziehungen zwischen Führer, Partei, Klasse und Masse, sie verletzt das Prinzip des demokratischen Zentralismus in der Partei.

Nach Ansicht der Marxisten-Leninisten muss die revolutionäre Partei des Proletariats, wenn sie wirklich als Generalstab im Kampf des Proletariats fungieren soll, die gegenseitigen Beziehungen zwischen Führer, Partei, Klasse und Masse richtig handhaben, sie muss dem Prinzip des demokratischen Zentralismus entsprechend organisiert sein. Eine solche Partei muss einen ziemlich stabilen Führungskern besitzen, der sich aus einer Gruppe langerprobter Führer zusammensetzt, die imstande sind, die allgemeingültige Wahrheit des Marxismus-Leninismus aufs beste mit der konkreten revolutionären Praxis zu verbinden.

Die Führer der proletarischen Partei, ganz gleich, ob Mitglieder des Zentralkomitees oder der Lokalkomitees, bilden sich im Klassenkampf, in der revolutionären Massenbewegung heraus. Sie bleiben den Massen unerschütterlich treu, stehen mit ihnen in engster Verbindung, wobei sie es aufs beste verstehen, die Meinungen der Massen richtig zusammenzufassen und in die Tat umzusetzen. Solche Führer sind die wahren Vertreter des Proletariats. Solche Führer werden von den Massen anerkannt. Es ist Zeichen der politischen Reife einer proletarischen Partei, wenn sie solche Führer besitzt, und hierin liegt auch die Hoffnung auf den Sieg der Sache des Proletariats.

Lenin sagte mit vollem Recht: „Keine einzige Klasse in der Geschichte ist zur Herrschaft gelangt, ohne ihre eigenen politischen Führer, ihre fortschrittlichen Vertreter hervorgebracht zu haben, die fähig waren, die Bewegung zu organisieren und zu leiten.“ (Fussnote: Lenin, „Die dringendsten Aufgaben unserer Bewegung“, Werke, Bd. 4.) Er sagte auch an anderer Stelle: „Die Herausbildung erfahrener und einflussreicher Parteiführer ist eine langwierige und schwierige Sache. Aber anders wird die Diktatur des Proletariats, die Einheit des Willens des Proletariats eine Phrase bleiben.“ (Fussnote: Lenin, „Brief an die deutschen Kommunisten“, Werke, Bd. 32.)

Die Kommunistische Partei Chinas hält sich seit jeher an die marxistisch-leninistischen Lehren über die Rolle der Massen und der Einzelpersonen in der Geschichte, über die gegenseitigen Beziehungen zwischen Führer, Partei, Klasse und Masse und bekennt sich zum demokratischen Zentralismus in der Partei. Wir treten stets für kollektive Führung ein, wenden uns aber gleichzeitig gegen eine Herabsetzung der Rolle der Führer. Während wir dieser Rolle großen Wert beilegen, treten wir gegen unverdientes und übertriebenes Lob der Person und Überschätzung ihrer Rolle auf. Schon 1949 beschloss das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas auf Anregung des Genossen Mao Tse-tung, Feiern zum Geburtstag von Parteiführern und die Benennung von Orten, Straßen und Betrieben nach ihnen zu verbieten.

Dieser unser konsequenter, richtiger Standpunkt unterscheidet sich grundsätzlich vom so genannten „Kampf“ der Führer der KPdSU „gegen den Personenkult“.

Es wird immer deutlicher, dass die Führung der KPdSU mit ihrem so genannten „Kampf gegen den Personenkult“ nicht beabsichtigt, wie sie es behauptet, die Demokratie zu fördern, die kollektive Führung durchzusetzen und der Übertreibung der Rolle der Person entgegenzutreten, sondern dabei ihre eigenen Hintergedanken hat.

Was ist eigentlich das Wesen des so genannten „Kampfes“ der Führung der KPdSU „gegen den Personenkult“?

Geradeheraus gesagt, ist es nichts anderes als:

1. unter dem Vorwand des so genannten „Kampfes gegen den Personenkult“ den Führer der Partei, Stalin, der Parteiorganisation, dem Proletariat und den Volksmassen feindlich gegenüberzustellen;

2. unter dem Vorwand des so genannten „Kampfes gegen den Personenkult“ die proletarische Partei, die Diktatur des Proletariats und die sozialistische Ordnung zu verunglimpfen;

3. unter dem Vorwand des so genannten „Kampfes gegen den Personenkult“ sich selber aufzublähen und dem Marxismus-Leninismus treuergebene Revolutionäre anzugreifen, um revisionistischen Intriganten den Weg an die Führung von Partei und Regierung zu bahnen;

4. unter dem Vorwand des so genannten „Kampfes gegen den Personenkult“ sich in die internen Angelegenheiten von Bruderparteien und Bruderländern einzumischen, zu versuchen, die Führung der Bruderparteien und Bruderländer nach Belieben zu stürzen;

5. unter dem Vorwand des so genannten „Kampfes gegen den Personenkult“ Bruderparteien, die am Marxismus-Leninismus festhalten, anzugreifen und die internationale kommunistische Bewegung zu spalten.

Chruschtschows so genannter „Kampf gegen den Personenkult“ erweist sich in Wirklichkeit als eine niedrige politische Intrige. Solche Leute beschrieb Marx mit den Worten: „Wenn theoretisch Null, ist er als Intrigant in seinem Element.“ (Fussnote: Marx, Brief an Bolte vom 23. November 1871, Marx/Engels, Ausgewählte Schriften, Bd. II, S. 438, Verlag für fremdsprachige Literatur, Moskau 1950.)

Im Offenen Brief des ZK der KPdSU heißt es, dass die Führung, „während sie dem Personenkult den Nimbus raubt und seine Folgen bekämpft, gleichzeitig jene Funktionäre hoch schätzt, die … verdiente Autorität genießen“. Was soll das bedeuten? Das heißt: Während die Führung der KPdSU Stalin mit Füßen tritt, hebt sie Chruschtschow in den Himmel.

Chruschtschow, der während der Oktoberrevolution noch kein Kommunist und während des Bürgerkriegs politischer Funktionär an der Basis war, wird als „aktiver Begründer der Roten Armee“ (Fussnote: „Ein Leben für das Volk“, „Sarja Wostoka“ vom 17. Dezember 1961.) aufgeblasen.

Chruschtschow werden die gewaltigen Verdienste in den entscheidenden Schlachten des Großen Vaterländischen Kriegs der Sowjetunion zur Gänze zugeschrieben, es wird behauptet, dass in der Schlacht von Stalingrad „die Stimme Chruschtschows sehr oft zu vernehmen war“ (Fussnote: „Von der Partei geschaffen und erzogen … Agitator“, Nr. 2, 1963.), dass Chruschtschow „die Seele der Stalingrader“ (Fussnote: V.I. Tschuikow, Rede auf der Kundgebung anlässlich des 20. Jahrestages des Beginns des Großen Vaterländischen Krieges der Sowjetunion, „Prawda“ vom 22. Juni 1961.) war.

Chruschtschow werden die großen Erfolge mit Kernwaffen und Raketentechnik zugeschrieben, man nennt ihn den „Vater des Kosmos“ (Fussnote: G. S. Titow, Rede auf dem XXII. Parteitag der KPdSU, 26. Oktober 1961.). Aber wie jedermann weiß, war der Erfolg der Sowjetunion bei der Herstellung von Atom- und Wasserstoffbomben die enorme Leistung der sowjetischen Wissenschaftler und Techniker und des Sowjetvolks unter Stalins Führung. Auch die Grundlage der Raketentechnik wurde während Stalins Führerschaft geschaffen. Wie kann man all diese wichtigen historischen Tatsachen mit einem Federstrich auslöschen? Wie kann man Chruschtschow alle Verdienste zuschreiben?

Chruschtschow, der die Grundtheorien des Marxismus-Leninismus revidiert hat und den Leninismus für überholt erklärt, wird als „glänzendes Vorbild in der schöpferischen Weiterentwicklung und Bereicherung der marxistisch-leninistischen Theorien“ (Fussnote: A. N. Kossygin, Rede auf dem XXII. Parteitag der KPdSU, 21. Oktober 1961.) gepriesen.

Alles, was die Führung der KPdSU unter dem Deckmantel des so genannten „Kampfes gegen den Personenkult“ tut, ist genau das, was Lenin mit den Worten geißelte, dass „an die Stelle der alten Führer, die allgemein menschliche Ansichten über einfache Dinge haben, nun … neue Führer treten, die hirnverbrannten Unsinn und wirres Zeug verzapfen“. (Fussnote: Lenin, „Der linke Radikalismus, die Kinderkrankheit im Kommunismus“ (V), Werke, Bd. 31.)

In seinem Offenen Brief behauptet das ZK der KPdSU verleumderisch von unserem Standpunkt des Festhaltens am Marxismus-Leninismus, dass wir damit „versuchen, anderen Parteien jene Zustände, jene Ideologie und Moral, jene Formen und Methoden der Leitung aufzudrängen, die in der Periode des Personenkults blühten“. Eine solche Behauptung zeigt noch deutlicher die Absurdität des so genannten „Kampfes gegen den Personenkult“.

Den Führern der KPdSU nach folgte der Oktoberrevolution, die dem Kapitalismus in Russland ein Ende setzte, eine „Periode des Personenkults“. Die „Gesellschaftsordnung“, die „Ideologie und Moral“ während dieser Periode scheinen nicht sozialistisch gewesen zu sein. In dieser Zeit soll das werktätige Sowjetvolk unter „schwerer Unterdrückung“ gelitten haben, es herrschte „eine Atmosphäre der Furcht, des Zweifels und der Unsicherheit, die das Leben des Volks vergiftete“ (Fussnote: Offener Brief des ZK der KPdSU an alle Parteiorganisationen, an alle Kommunisten der Sowjetunion (14. Juli 1963).), und die Entwicklung der sowjetischen Gesellschaft wurde behindert.

In seiner Rede auf der sowjetisch-ungarischen Freundschaftskundgebung am 19. Juli 1963 sprach Chruschtschow des langen und breiten über das Regime des „Terrors“ unter Stalin und behauptete, Stalin „erhielt seine Herrschaft mit dem Beil aufrecht“. Er beschrieb die damaligen gesellschaftlichen Zustände mit den Worten: „Zu jener Zeit ging ein Mann zur Arbeit und wusste häufig nicht, ob er nach Hause zurückkehren, ob er seine Frau und Kinder wiedersehen würde.“

Die von der Führung der KPdSU beschriebene „Periode des Personenkults“ war noch „verabscheuungswürdiger“ und „barbarischer“ als die Periode des Feudalismus und des Kapitalismus.

Nach den Behauptungen der Führung der KPdSU hat die durch die Oktoberrevolution errichtete Diktatur des Proletariats und die sozialistische Gesellschaftsordnung Jahrzehnte hindurch weder die Unterdrückung der Werktätigen beseitigt noch die Entwicklung der Sowjetgesellschaft beschleunigt. Erst nachdem der XX. Parteitag der KPdSU den so genannten „Kampf gegen den Personenkult“ begonnen hatte, wurde der „schwere Druck“ von den Werktätigen genommen und plötzlich „die Entwicklung der Sowjetgesellschaft beschleunigt“. (Fussnote: Offener Brief des ZK der KPdSU an alle Parteiorganisationen, an alle Kommunisten der Sowjetunion (14. Juli 1963).)

Chruschtschow sagte: „Ach! Wäre Stalin nur zehn Jahre früher gestorben!“ (Fussnote: Chruschtschows Rede auf der sowjetisch ungarischen Freundschaftskundgebung, 19. Juli 1963.) Wie jedermann weiß, ist Stalin im Jahr 1953 gestorben. Wäre er jedoch zehn Jahre früher gestorben, also im Jahr 1943, so wäre dies in die Zeit gefallen, zu der die Sowjetunion ihre Gegenoffensive im Großen Vaterländischen Krieg begonnen hatte. Wer hätte damals Stalin den Tod gewünscht? Hitler!

Es ist kein neues Ding in der Geschichte der internationalen kommunistischen Bewegung, dass die Feinde des Marxismus-Leninismus Losungen wie „Kampf gegen den Personenkult“ zum Vorwand nehmen, um die Führer des Proletariats zu verleumden und die Sache des Proletariats zu sabotieren. Solche Machenschaften sind nichts Neues, sondern ein schmutziger Kniff, den das Volk schon längst durchschaut hat.

Bakunin, der Intrigant in der Periode der 1. Internationale, hat Marx mit Losungen dieser Art beschimpft. Zuerst hatte er, um sich in Marx’ Vertrauen einzuschleichen, in einem Brief an Marx geschrieben: „... dass ich Dein Schüler bin und ich bin stolz, es zu sein.“ (Fussnote: M. A. Bakunins Brief an Karl Marx vom 22. Dezember 1868, „Die Neue Zeit“, Nr. 1, 1900.) Später, als seine Intrigen, die Macht in der Führung der I. Internationale an sich zu reißen, scheiterten, beschimpfte er Marx mit den Worten: „Als Deutscher und als Jude ist er vom Scheitel bis zur Zehe ein Autoritär“ (Fussnote: Franz Mehring, „Karl Marx, Geschichte seines Lebens“, Dietz Verlag, Berlin 1964, S. 404.) und nannte ihn einen „Diktator“. (Fussnote: Brief Engels’ an Bebel vom 20. Juni 1873. Marx/Engels, Ausgewählte Schriften, Bd. II, S. 447, Verlag für fremdsprachige Literatur, Moskau 1950.)

Kautsky, der Renegat in der Periode der II. Internationale, hat Lenin mit ähnlichen Worten beworfen. Kautsky verleumdete Lenin als Gott der Monotheisten, der nicht nur den Marxismus zu einer Staatsreligion, sondern zu einem mittelalterlichen oder orientalischen Aberglauben degradiert hätte.

Trotzki, der Renegat in der Periode der III. Internationale, hat sich mit ähnlichen Worten gegen Stalin ergangen. Er nannte Stalin einen „Despoten“ (Fussnote: L. Trotzki, „Stalin, eine Einschätzung des Mannes und seines Einflusses“.) und schrieb, dass „der Bürokrat Stalin den niedrigen Führerkult geschaffen und dem Führer eine Art Heiligkeit verliehen“ (Fussnote: L. Trotzki, „Die stalinistische Bürokratie und der Mord an Kirow“, 28. Dezember 1934.) hätte.

Die Tito-Clique des modernen Revisionismus bediente sich ähnlicher Worte, um Stalin zu beschimpfen: Stalin sei ein „Diktator“ gewesen „in einem System absoluter persönlicher Macht“. (Fussnote: E. Kardelj, „Fünf Jahre später“, „Borba“ vom 28, Juni 1953.)

Es ist somit klar, dass der so genannte „Kampf gegen den Personenkult“ der Führung der KPdSU aus der Schule von Bakunin, Kautsky, Trotzki und Tito stammt und von ihnen allen im Kampf gegen die Führer des Proletariats und zur Unterminierung der revolutionären proletarischen Bewegung benutzt wurde.

Die Opportunisten in der Geschichte der internationalen kommunistischen Bewegung konnten mit ihrem Geschimpfe Marx, Engels und Lenin nicht vernichten und auch Chruschtschow kann Stalin nicht mit seinen Schmähungen vernichten.

Lenin hat darauf hingewiesen, dass auch die Vorteile einer privilegierten Stellung Verleumdungen nicht immer zum Erfolg verhelfen.

Chruschtschow konnte seine privilegierte Stellung dazu benutzen, die Leiche Stalins aus dem Lenin-Mausoleum zu entfernen. Aber trotz seiner privilegierten Stellung wird es ihm nie gelingen, die überragende Gestalt Stalins aus dem Gedächtnis des Sowjetvolks und der Völker der ganzen Welt zu tilgen.

Chruschtschow kann seine privilegierte Stellung dazu benutzen, den Marxismus-Leninismus in dieser oder jener Weise zu entstellen. Aber trotz seiner privilegierten Stellung wird es ihm niemals gelingen, den Marxismus-Leninismus, den Stalin verteidigte und den die Marxisten-Leninisten in der ganzen Welt verteidigen, auszutilgen.

Wir möchten Genossen Chruschtschow aufrichtig raten: Es ist zu hoffen, dass Sie Ihrer Irrtümer gewahr werden und von Ihren völlig falschen Wegen auf den Weg des Marxismus-Leninismus zurückkehren.

Es lebe die große revolutionäre Lehre von Marx, Engels, Lenin und Stalin!

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Mao Tse-tung und Liu Shaoqi: Mit der „Polemik zur Generallinie“ brachte die KP China eine breite internationale Diskussion in Gang. Während in der Sowjetunion der Briefwechsel zwischen den beiden Parteien nicht veröffentlicht wurde, fand in der VR China die gesamte Polemik einschließlich der Stellungnahmen anderer Kommunistischer Parteien in den Massenmedien und in Sonderdrucken große Verbreitung. Dies geschah auch in der Erwartung, dass in der Partei wie im Volk Rückschlüsse von der revisionistischen sowjetischen Entwicklung auf entsprechende Tendenzen in der eigenen Partei gezogen werden würden. Lius 1962 herausgegebene Weisung (erhöhte Zuteilung von Ländereien zur privaten Nutzung, mehr freie Märkte und mehr Eigenverantwortung kleiner Betriebe für Gewinn und Verlust) sowie der 1963 beginnende Kampf in der Partei um die Richtung in der „Sozialistischen Erziehungsbewegung“ waren der sichtbare Ausdruck dieser Tendenzen.

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Chruschtschow und Kennedy: 1961 traf Chruschtschow in Wien im Rahmen seiner sog. Gipfeldiplomatie auf John F. Kennedy. Unter Ausschaltung der kollektiven Führung der Partei und des Außenministeriums inszenierte er sich als Friedensstifter vor der von ihm beschworenen Kulisse eines drohenden Atomkrieges. Neben der Berlin-Krise war es dieses von ihm selbst eingeleitete Abenteuer der Raketenstationierung auf Kuba 1962 um der Welt zu demonstrieren, dass der Frieden nur durch Einigung zwischen den USA und der UdSSR erhalten werden könne. Auf seinen Vorschlag stimmte Kuba einer Stationierung strategischer Raketen zu, um vor militärischen Provokationen seitens der USA (erinnert sei hier nur an die Invasion in der Schweinebucht) geschützt zu sein. Als Kennedy den Einsatz militärischer Mittel androhte, trat Chruschtschow den Rückzug an (Motto: der Klügere gibt nach!), ohne dabei die kubanische Regierung zu konsultieren. Fidel Castro zu dieser „Lösung“ der Krise 1993 auf einer Journalisten-Konferenz: „Wir haben nie akzeptiert, wie sie dieses Problem gelöst haben. Ein einziger Satz hätte genügt, die Niederlage in einen Sieg umzuwandeln. Wenn sie ... gesagt hätten, ‚Wir sind bereit, unsere Raketen aus Kuba zurückzuziehen, wenn ihr ausreichende Garantien für die Sicherheit Kubas gebt.’ ... Beendigung der ökonomischen Blockade und Räumung der Marinebasis in Guantanamo. Niemand in der Welt hätte einen Nuklearkrieg wegen Guantanamo riskiert oder wegen der Aufrechterhaltung der Blockade ...“ (Quelle: K. Gossweiler, Die Taubenfuß-Chronik Band II, Das Freie Buch München 2005, S. 369 – Fußnote). Der Lohn für diese „Zusammenarbeit“ Chruschtschows war u. a. dann das offene militärische Eingreifen der US-Imperialisten in Vietnam nach dem von ihnen 1964 provozierten Zwischenfall im Golf von Tongking.