Für Dialektik in Organisationsfragen

Am 13. Januar 2013 in Berlin –

Liebknecht-Luxemburg-Ehrung

Auch dieses Jahr wieder – für ein gemeinsames Statement:

Der Hauptfeind steht im eigenen Land!

„Der Hauptfeind jedes Volkes steht in seinem eigenen Land! Der Hauptfeind des deutschen Volkes steht in Deutschland: der deutsche Imperialismus ...“

Das rief Karl Liebknecht den deutschen Arbeitern und Soldaten im 1. Weltkrieg zu, damit sie dem Völkerschlachten durch Sturz des deutschen Imperialismus ein Ende bereiten. Wenn wir uns zum 93. Jahrestag der Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg im Januar wieder in Berlin zusammenfinden, demonstrieren oder auch still gedenken, dann sollten wir nicht vergessen, dass die Worte Karl Liebknechts heute noch eine grauenhafte Realität beinhalten, dass die besondere Aggressivität des deutschen Imperialismus erneut eine große Gefahr darstellt.

In den vergangenen vier Jahren wurde mit Frage- und Antwortschildern auf den Hauptfeind im eigenen Land – der so oft und allzu gern übersehen wird, nicht nur zu Liebknechts Zeiten – aufmerksam gemacht. Antifaschisten und Antimilitaristen aus verschiedenen Organisationen finden sich dazu vor dem Sozialistenfriedhof in Berlin-Friedrichsfelde zusammen. Mach mit!

Die Fragen auf den Schildern ...

– Wer bricht das Potsdamer Abkommen?

– Wer hat die Nachkriegsordnung beendet?

– Wer ist der Hauptkriegstreiber Europas?

– Wer brachte der Welt schon zwei Weltkriege?

– Wer erlaubt Nazimärsche und Naziparteien?

– Wer vergrößerte 1990 als einziges sein Territorium?

– Wer mordete in Auschwitz?

– Wer überfiel dreimal Jugoslawien?

– Wer ermordete Karl und Rosa?

– Wer legte Guernica, Rotterdam, Coventry, Warschau in Schutt und Asche?

– Wer schaffte das Asylrecht ab?

– Wer erklärte Leben zu unwertem?

– Wer beging die Massaker von Oradour, Lidice, Marzabotto, Distomo?

– Wer annektierte die DDR?

– Wer überfiel Polen?

– Wer hungerte Leningrad 900 Tage lang aus?

– Wer tötete im 1. Weltkrieg zum ersten Mal mit Giftgas?

– Wer half bei der Niederschlagung der Pariser Commune?

– Wer schlug die Herero-Bewegung blutigst nieder?

– Wer ließ die IG Farben, Siemens, Krupp und Deutsche Bank weiter bestehen?

– Wer gab Globke, Lübke & Co. Amt und Würden zurück?

– Wer schützte Eichmann?

– Wer hat seine Bundeswehr wieder an der Oder-Neiße-Grenze postiert?

– Wer ist drittgrößter Waffenexporteur der Welt?

– Wer teilt die Welt in deutsche Volksgruppen ein?

– Wer macht in „Blut und Boden“?

– Wer macht den Notstand zum Alltag?

– Wer verbot zweimal die KPD?

... und auf der anderen Seite die Antwort:

Der Hauptfeind steht im eigenen Land und heißt deutscher Imperialismus!

Dies ist eine Aktion auf Initiative der jährlich stattfindenden Konferenz „Der Hauptfeind steht im eigenen Land!“ anlässlich der Luxemburg-Liebknecht–Ehrung in Berlin, 13.Januar 2013.

Die nächste Konferenz „Der Hauptfeind steht im eigenen Land!“ findet statt vom 9. bis 12. Mai 2013.

Schwerpunktthema:

Kann es einen nächsten Weltkrieg noch geben?

Zwischenimperialistische Widersprüche – Heute, Gestern, Morgen

Informationen und Anmeldung:

www.gegen-den-hauptfeind.de