Editorial

Nein zum Krieg gegen Syrien!

Kein Friede mit dem deutschen Imperialismus!

Vor ungefähr zehn Jahren hatte unser Beitrag zum letzten großen Krieg im arabischen Raum, nämlich zum Krieg gegen den Irak dieselbe Stoßrichtung. Soll heißen: egal wie sich die Vertreter des deutschen Imperialismus zu einem möglichen Krieg gegen Syrien verhalten, ob sie heuchlerisch pazifistisch umherschwafeln oder bellizistisch aggressiv zuschlagen werden, unsere Aufgabe ist es, in jedem Fall seine Interessen zu entlarven und nicht einzustimmen in den christlich anheimelnden Friedensgesang, der von der deutschen Regierung angestimmt werden wird. In dem abgedruckten Referat eines Genossen mit syrischer Herkunft wird ganz nach der Brechtschen Formel „Ihr Friede ist aus demselben Stoff wie ihr Krieg“ an die Frage der strategischen Interessen deutscher Vertreter herangegangen. Hierbei werden die Interessen des Imperialismus im Allgemeinen deutlich, sowie die des deutschen Imperialismus im Speziellen. Weiter wird deutlich, wie sich bereits im Zuge des Säbelzückens Einflusssphären verschieben, wie der US-Imperialismus im arabischen Raum selbige einbüßt, der deutsche hingegen mehr und mehr Terrain einnimmt, so dass aus der Kriegspropaganda vernehmbar ist: geschlagen wird der Sack, gemeint ist der Esel.

So rutscht das syrische Volk in all seinen Widersprüchlichkeiten und Klassengegensätzen einen Schritt mehr ins Zentrum der Austragung der Probleme des Imperialismus zu Beginn des 21. Jahrhunderts.

Nein zum deutschen Imperialismus – das bedeutet gleichsam die Ehrung des von den Faschisten ermordeten Genossen und Vorsitzenden der KPD Ernst Thälmann. In seiner Rede zum 126. Geburtstag Ernst Thälmanns vor dessen Denkmal in Berlin deckt der Redner des Aktionsbündnisses Thälmanndenkmal einmal mehr den Zusammenhang zwischen dem staatlichen Feldzug gegen die antifaschistische Erinnerungskultur und dem immer aggressiver werdenden deutschen Imperialismus auf.

Die Schläge nach innen, nämlich der Versuch, Ernst Thälmann aus dem Gedächtnis auch aus dem Gedächtnis der ostdeutschen Bevölkerung zu streichen, sind als Schwertstreich gegen einen Staat zu verstehen, der niemals auch nur eine Sekunde in der Geschichte seiner Existenz darüber nachgedacht hätte, weder in Syrien noch sonstwo auf der Welt einen Krieg anzuzetteln oder dort mitzumischen.

KAZ-Fraktion „Für Dialektik in Organisationsfragen“


Das Institut für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung e.V. (isw) in München ist eine verdienstvolle Einrichtung, die häufig nützliche Informationen und Materialien für die aktuellen Klassenkämpfe erarbeitet. In diesem Fall, bei der Klärung der Aufgaben der Linken gegen die rechten und faschistischen Europa-Kritiker, ist jedoch Kritik an einigen Positionen des isw-Vertreters Leo Mayer angesagt.

Ökonomie, die bei Vielen seit der Schule verhasst ist, im Betrieb in Verbindung gebracht wird mit geschäftsleitungshörigen Betriebswirten, Ökonomie kann auch anders gehen. Die Welt-Vereinigung für Politische Ökonomie (WAPE) ist ein Zusammenschluss von marxistischen und anderen fortschrittlichen Ökonomen, die sich dieses Jahr zum 7. Forum in Mexiko Stadt versammelt hatten. Von den Auseinandersetzungen über Perspektiven jenseits des Kapitalismus und der Erkenntnismöglichkeiten der bürgerlichen Ökonomie berichten Teilnehmer aus unseren Reihen.

Zu dem gemeinsam mit der KAZ-Fraktion „Für Dialektik in Organisationsfragen“ veröffentlichten Teil dieser Ausgabe der Kommunistischen Arbeiterzeitung steuern wir folgenden Beitrag bei:

Einen Artikel des jüngst verstorbenen Genossen Fritz Teppich zu den Auseinandersetzungen mit Anarchismus und Trotzkismus im Spanischen Bürgerkrieg. Wir sehen diese Arbeit auch im Kontext zur Auseinandersetzung mit den Ideologen der „Commons“ (s. KAZ 339) vom Schlage eines Slavoj Žižek, der sich jüngst als Vorkämpfer gegen die KKE hervorgetan hat und von den Damen der „Pussy Riot“ als ihr Mentor bezeichnet wird.

Besonders hinweisen möchten wir auf die „Vier laufenden Meter …“ des Genossen Eike Kopf, weithin bekannt u.a. durch seine unermüdliche Arbeit für die Herausgabe der Marx-Engels Gesamtausgabe (MEGA). Er berichtet liebevoll von einem Detail aus der Geschichte der Verbundenheit der deutschen und chinesischen Arbeiterbewegung – zum Anknüpfen und Weiterweben.

Aus Russland erreichte uns ein Beitrag, der Alarm schlägt wegen Erhaltung des Lenin-Mausoleums. Einer der Haupthetzer gegen das Gedenken an Lenin, Wladimir Medinski, wurde nach der Wahl Putins zum alt-neuen Präsidenten zum neuen Kulturminister(!) ernannt!

Gegen die Barbarei der neu-alten Herrn in Deutschland, die uns auch mit der Zerstörung von Denkmälern unsere Geschichte nehmen und unsere Identität als revolutionäre Arbeiterbewegung zerstören wollen, steht der Freundeskreis Ernst-Thälmann-Gedenkstätte Ziegenhals. Er genießt weit über Berlin und Deutschland hinaus Ansehen und erfährt internationale Unterstützung. Wir veröffentlichen dazu Reden, die zuletzt bei der jährlichen Kundgebung in Ziegenhals zum Gedenken an die Ermordung von Ernst Thälmann vor 68 Jahren gehalten wurden.

Für Kritik, Anregungen und Vorschläge dankbar!

KAZ-Fraktion „Ausrichtung Kommunismus“